Gefährlich: Am Mühlpointweg ist das Gleis nicht gesichert, immer wieder queren Kinder die Schienen. Foto: sh

Zaun am ungesicherten S-Bahn-Gleis am Mühlpointweg 

Letzte Hoffnung Dobrindt

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Alexander Dobrindt bekommt mal wieder Post aus Wolfratshausen. Besser gesagt: die persönliche Assistentin des Bundesverkehrsministers. Die Stadt Wolfratshausen – allen voran CSU-Rat Peter Plößl – hofft nach wie vor darauf, mit Dobrindts Hilfe endlich einen Zaun für die ungesicherte Stelle des S-Bahn-Gleises im Bereich des Mühlpointwegs zu bekommen.

Wolfratshausen - Vor einem halben Jahr hat Plößl das Problem zum ersten Mal beim Namen genannt. Mehrfach hätten ihn Anwohner darauf angesprochen, dass hier immer wieder Kinder über die Gleise liefen. „Das ist skandalös, immerhin handelt es sich um eine wahnsinnig gefährliche Stelle“, betonte Plößl am Mittwoch im Bauausschuss zum wiederholten Mal.

Eine erste Anfrage bei der Bahn erfolgte bereits vor Monaten und war wenig ergiebig. Das Unternehmen verwies darauf, dass das Betreten der Gleisanlagen grundsätzlich verboten sei und eine Absicherung daher nicht verlangt werden könne. Allerdings dürfte die Stadt auf dem bahneigenen Gelände einen Zaun aufstellen – müsste aber die Kosten dafür tragen. Diese wiederum, so hieß es damals, dürfe man nicht unterschätzen. Weil sich die Stadt an die technischen Vorgaben der Bahn halten und der Zaun damit geerdet sein muss, waren 40- bis 50 000 Euro im Gespräch. Die Erdung ist nötig, um den Starkstrom bei einer Überspannung der Oberleitung problemlos ableiten zu können.

Daraufhin wandte sich Plößl an die höchste Instanz – den Bundesverkehrsminister. Der versprach, sich der Sache persönlich anzunehmen, falls der Bürgermeister mit ihm Kontakt aufnehmen und ihm das Problem noch einmal aus Sicht der Stadt darlegen würde. Gesagt, getan: Heilinglechner hat Dobrindt geschrieben, dessen Parlamentarische Staatssekretärin hat geantwortet.

„Die Antwort enthält im Ergebnis jedoch keine andere Auskunft“, sagte Heilinglechner jetzt im Bauausschuss. Zusätzlich werde darauf hingewiesen, dass dieser Gleisbereich von der geplanten Tieferlegung der S7-Trasse berührt sodass dass während der Bauzeit mit einem Rückbau des Zauns gerechnet werden müsse. Für Plößl zieht dieses Argument nicht. „Bis die S-Bahn kommt, sind die Kinder, die da rumlaufen, universitätsreif.“ Als Dobrindt vor Kurzem in Geretsried war, sprach Plößl ihn erneut an. Darauf hat der Verkehrsminister ihn gebeten, das Antwortschreiben der Staatssekretärin an seine persönliche Assistentin zu schicken. Das wird in den nächsten Tagen geschehen.

Außerdem wird die Stadt den Kontakt mit der Gemeinde Schäftlarn suchen. Dort hat die Kommune einen Zaun entlang der Gleise hingestellt, allerdings auf eigenem Grund. Einem Bürger zufolge sei der deutlich günstiger gewesen als die veranschlagten 40- bis 50 000 Euro. Die Rede war von einem Betrag im vierstelligen Bereich. Der Wolfratshauser Zaun würde zudem kürzer werden als der in Schäftlarn. Bauamtsleiter Dieter Lejko soll Details dazu in Erfahrung bringen.

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