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Von drei auf 4,50 Meter soll das Gefälle erhöht werden: Die Planer des Wasserkraftwerks am Loisach-Isar-Kanal machten sich vor Ort ein Bild von der Lage.

Neues Wasserkraftwerk

Loisach-Isar-Kanal: Öko-Strom vielleicht schon 2017

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Wolfratshausen – Im Idealfall fließt 2017 der erste Strom: Die Initiatoren des geplanten Wasserkraftwerks am Loisach-Isar-Kanal wollen bei der weiteren Planung die Stadt Wolfratshausen einbeziehen – und mögliche Hürden aus dem Weg räumen.

Das Wasserkraftwerk soll zwischen den Wolfratshauser Stadtteilen Farchet und Waldram entstehen (wir berichteten) und rund 2000 Haushalte mit Öko-Strom versorgen. Das gemeinsame Projekt der Energieversorger Bayernwerk Natur und Stadtwerke Bad Tölz befindet sich derzeit im Genehmigungsverfahren. Peter Basche, Projektleiter von Bayernwerk Natur, hofft, dass man noch in diesem Jahr den Bauantrag stellen kann. Die Bauzeit schätzt er auf etwas weniger als ein Jahr. „Es wäre schön, wenn wir 2017 in Betrieb gehen könnten“, sagte Basche am Montag bei einem Ortstermin an der Wehranlage. Dank des Standorts – ein künstliches Gewässer mit bestehender Staustufe mit einer Fallhöhe von etwa drei Metern – müsse man nur vergleichsweise geringe Eingriffe vornehmen. Künftig wird das Wasser hier 4,50 Meter tief direkt auf das Niveau der Isar fallen.

Ob der Zeitplan eingehalten wird, hängt auch davon ab, wie schnell das eine oder andere Problem aus dem Weg geräumt wird. Die Stadt Wolfratshausen sowie der Isartalverein haben beispielsweise angeregt, die Zufahrt zur Baustelle über das Südufer und nicht, wie von den Projektpartnern geplant, über das Nordufer über die Farcheter Mehrzweckhalle einzurichten. Begründung: Die Radwander- und Spazierwege, die hier entlang führen, wären ein knappes Jahr nicht benutzbar. Basche signalisierte Gesprächsbereitschaft, „auch wenn wir diese Variante aus ökologischer Sicht nicht für optimal halten“. Die Erschließung von Norden her würde weit weniger Eingriffe in die Natur bedeuten.

Basche sicherte auch zu, auf das nahe FFH-Gebiet Rücksicht zu nehnem („Tun wir das nicht, bekommen wir Probleme mit der Genehmigung“) und versuchte, die besorgten Flößer zu beruhigen. „Die Vorgaben zum Wasserstand der Loisach sind vom Betrieb des Wasserkraftwerks unabhängig und werden durch den Bau des Kraftwerks nicht beeinflusst.“ Für Fische wird es Stand jetzt eine Abstiegs-, jedoch keine Aufstiegshilfe geben. Rechen sollen die Tiere zudem vor der Turbine schützen.

Das Kraftwerk, dessen Bau auch die Energiewende Oberland unterstützt, wird ab der Wasserkante des Kanals rund acht Meter hoch sein. Auch bei seiner optischen Gestaltung wollen die Projektplaner die Stadt Wolfratshausen mit einbeziehen. „Wir werden da garantiert keine hässliche Holzkiste hinstellen“, versprach Peter Basche. Man werde dem Bauausschuss sicherlich mehr als nur einen Entwurf vorlegen.

Denkbar sei auch, dass sich die Kommune oder sogar die Bürger in irgendeiner Form beteiligen können. Für Details sei es noch zu früh, sagte Basche. „Doch wir können uns vorstellen, Anteile abzugeben. Das ist aber natürlich auch eine Frage der Wirtschaftlichkeit.“

Geplant ist auch, dass Turbine, Generator und Schalttechnik zumindest teilweise sichtbar bleiben, Spaziergänger und Radfahrer also bei der Stromproduktion zuschauen können. Außerdem sollen Infotafeln alles Wissenswerte rund um das Kraftwerk vermitteln.

fla

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