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Schon sieben Mal durfte Andreas Knobloch in dieser Saison jubeln: Der Journalistik-Student in den Reihen der DJK Waldram peilt mit seinem Klub den Aufstieg in die Bezirksliga an. 

Waldram

Der Mann, der dazwischen funkt

Fußball - Mittelfeld-Abräumer Andreas Knobloch sorgt bei der DJK als Torjäger für Furore.

Sieben Treffer in den jüngsten 14 Partien – das ist für den 24-jährigen Andreas Knobloch von der DJK Waldram wahrlich eine beeindruckende Quote. Nicht nur, dass er damit in der Torschützenliste mit DJK-Goalgetter Michael Bochnig gleichgezogen hat. Eigentlich ist der Student der Sportjournalistik und Mitarbeiter unsres Internetportals „Fußball vor Ort“ als Abräumer vor der Abwehr vorgesehen. Doch im letzten Spiel der Hinrunde beim TSV Murnau (5:1) trug „Zwiefe“, wie ihn die Teamkollegen liebevoll nennen, mit zwei Toren zum Gewinn der Herbstmeisterschaft bei. Und am Samstag im ersten Rückrundenmatch gegen den FC Bad Kohlgrub (3:0) traf er erneut ins Schwarze. Unser Mitarbeiter Heinz Richter sprach mit dem 24-Jährigen.

-Herr Knobloch, wie erklären Sie sich Ihre Entwicklung vom Toreverhinderer zum Torjäger?

Die Entwicklung der vergangenen Wochen hätte ich im Sommer selbst nicht für möglich gehalten. Den genauen Grund kenne ich nicht. Vielleicht ist es auch das Vertrauen, dass mich mein Trainer Ralf Zahn immer spielen lässt. Seit dem 1:0-Sieg in Gaißach (Tor durch Knobloch, Anm. d. Red.) habe ich einen Lauf.

-Sie sind kein unfairer Spieler, aber als harter Hund bekannt. Wie kommt das?

Nun ja, da ist schon ein bisschen was dran. Gegen Kohlgrub habe ich mir wieder eine gelbe Karte abgeholt. Aber das ist halt meine Spielart. Ich weiß einfach, wann man einmal dazwischen fahren muss. Aber nach einer Verwarnung halte ich mich schon zurück. Nur in der vergangenen Saison beim 2:2 in Garmisch habe ich einmal die Notbremse gezogen und bin deshalb mit Rot vom Platz geflogen. Das war aber auch nötig, um das 2:2 zu halten. Insgesamt bin ich jetzt in 14 Begegnungen achtmal verwarnt worden.

-Student, Fußballer und seit dem Frühjahr auch noch Schriftführer in der Fußballsparte der DJK. Wird Ihnen das nicht zuviel?

Das Studium brauche ich für meine berufliche Zukunft als Sportjournalist. Fußball spiele ich aus Leidenschaft, und den Schriftführer im Verein mache ich gerne, weil mir unser Abteilungsleiter Dominic Wamsler viel Arbeit abnimmt. Außerdem helfe ich Lukas Haustein, unser Stadionheft „Die Grün-Weiße“ zu gestalten.

-An welche guten und schlechten Begegnungen mit Ihrer Mannschaft erinnern Sie sich noch besonders?

Unvergesslich ist für mich das entscheidende letzte Punktspiel in Penzberg um den direkten Aufstieg in die Bezirksliga. Da mussten Johannes Gebel und ich beim Stand von 0:0 schon frühzeitig verletzt vom Platz. Damals dachte ich, dass mein Knie kaputt ist. Es war zum Glück nicht der Fall, aber ich musste lange pausieren. Die anschließenden beiden Relegationsspiele gegen Oberalting waren bitter, weil wir den Aufstieg nicht geschafft haben. Gute Momente sind für mich immer, wenn wir ohne Gegentor bleiben. Und das war in dieser Saison schon fünf Mal der Fall.

-Würde es Sie reizen, einmal bei einem anderen Verein zu spielen?

Auf keinen Fall, denn so wie es hier in Waldram läuft, ist es einfach überragend. Wir sind alle nicht nur Spieler, sondern auch Freunde, denen der Verein etwas bedeutet. Und es sind fast alles nur Einheimische, die ohne Bezahlung spielen. Ich will einfach nur Fußball spielen und Spaß haben.

-Wie kommen Sie eigentlich zu Ihrem Spitznamen „Zwiefe“?

Da war ich noch Jugendlicher und kam aus Gelting nach Waldram. Ich habe den Pass mit dem Namen Knobloch unterschrieben. Kurz danach fragte mich mein Trainer, der meinen Namen vergessen hatte: „Wie heißt Du eigentlich? Zwiefel oder so ähnlich? Darf ich Dich so nennen?“ Ich stimmte zu, und seitdem nennen mich alle Zwiefel oder Zwiefe.

-Letzte Frage: Was kann man von Ihnen und der DJK für die Rückrunde noch erwarten?

Wir wollen den ersten Tabellenplatz halten, obwohl uns Garmisch hartnäckig verfolgt. Meine langfristige Vision ist es, mit Waldram in der Bezirksliga zu spielen. Dann ist es endlich mal mit den Frotzeleien der früheren Spieler vorbei, die immer noch stolz darauf sind, als bisher einzige Waldramer Mannschaft 1992 in die Bezirksliga aufgestiegen zu sein (lacht). pen

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