Verschnaufpause am Jägerkamp: Marie Caron hat am Sonntag sieben Gipfel bezwungen.
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Verschnaufpause am Jägerkamp: Marie Caron hat am Sonntag sieben Gipfel bezwungen.

SPENDENLAUF

Marie Caron hat weitere sieben Gipfel im Laufschritt erklommen: nun fehlen nur noch 15

Einhundert Gipfel will die Wolfratshauser Ultra-Läuferin Marie Caron bis Jahresende schaffen. Nach dem jüngsten Berglauf fehlen der Französin nur noch 15 Gipfelkreuze.

Wolfratshausen – Das Traumwetter am vergangenen Sonntag hat Marie Caron, Ultra-Läuferin des TSV Wolf-ratshausen, genutzt, um ihrem Ziel ein gutes Stück näher zu kommen. Die 47-jährige Französin hat sich nämlich zum Ziel gesetzt, bis Jahresende 100 Gipfel im Laufschritt zu erklimmen. Nicht für sich, nicht für die Kondition, sondern für den guten Zweck: um dem behinderten Buben Raphael eine teure Therapie zu ermöglichen (wir berichteten), die die Eltern sonst finanziell nicht stemmen könnten.

Befreit laufen bei schönem Wetter und nach überstandener Verletzung

„Ich habe eine langwierige Schienbeinverletzung gut auskuriert“, berichtet Caron, „obendrein waren es traumhafte Wetterbedingungen. Da konnte ich so richtig befreit loslegen.“ Die Strecke im Mangfallgebirge, die sich die Französin vom Spitzingsee aus zurechtgelegt hatte, war mit sieben Gipfeln gespickt: Wildes Fräulein, Jägerkamp, Benzingspitz, Aipl-spitz, Tanneck, Rauhkopf und Taubenstein. In der Summe 13,5 Kilometer und gut 1000 Höhenmeter. „Vom Laufen her wäre noch mehr drin gewesen, aber jetzt wird es zeitig dunkel, da wollte ich nichts riskieren“, sagt die Wolfratshauserin, die in diesem Jahr zur Sportlerin des Jahres gewählt wurde.

Die Wölfe-Athetin hofft mit ihrem sportlichen Engagement, eine möglichst hohe Spendensumme zusammenzubekommen. Mit den sieben Gipfeln vom Sonntag steht die Erfolgsbilanz bei 85.

Nette Geste: Wanderer stecken der Bergläuferin Scheinchen als Spende zu

Dabei kamen Caron die vielen Ultra-Trailläufe und eine gute Psyche zugute. Neben der Strapazen des ständigen bergauf-bergab Laufens, was gehörig in die Beinmuskulatur geht, hatte sie dennoch Zeit, die Fragen so manches Bergwanderers zu beantworten. Ganz besonders freute sich Caron darüber, dass sie hier wie schon manchmal zuvor ganz spontan ein Scheinchen zugesteckt bekam, das sie ihrer bisherigen Spendensumme beizufügen konnte.

Solch spontane Gesten begeistern auch den Vorsitzenden des TSV Wolfratshausen, Alfred Barth. Dieser hofft nun, dass er zusammen mit der Laufgruppe auch so schönes Wetter haben wird, wenn es auf das 100. Gipfelkreuz zugeht. „Marie hat uns dazu eingeladen und wir haben natürlich freudig zugestimmt.“

Das schlechte Wetter kann den Outdoor-Fex nicht vor weiteren Gipfeln abhalten. „Dann geht’s halt mit Regenklamotten los“, stellt die resolute Läuferin klar. (gbm)

Spendenkonto

bei der Sparkasse Bad Tölz-Wolfratshausen: DE 4770 0543 0600 5590 5590

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