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Symbolbild

SPD-Stadtgespräch

Marktstraße: „Jetzt geht die Arbeit erst los“

Eine ebenerdige Marktstraße in Wolfratshausen? Vize-Bürgermeister Fritz Schnaller informiert beim SPD-Stadtgespräch über den Stand der Dinge.

Wolfratshausen – Mit seiner hartnäckigen Arbeit im Hintergrund hat es Vize-Bürgermeister Fritz Schnaller (SPD) geschafft: Die Wolfratshauser Marktstraße könnte ebenerdig gestaltet werden. Beim jüngsten Stadtgespräch seiner Partei erklärte Schnaller, was nun nötig ist, das Vorhaben in die Tat umzusetzen.

Den Plan, die Marktstraße durch eine Absenkung der Gehwege attraktiver zu gestalten, scheiterte vor elf Jahren an den Behörden: Da Ober- und Untermarkt eine Bundesstraße sind, genehmigte man der Stadt lediglich eine provisorische Lösung: „Alle Maßnahmen zur Aufenthaltsqualität müssen innerhalb von 48 Stunden rückbaubar sein“, erklärte Schnaller. Biergärten oder Sitzgelegenheiten von Cafés, die in die Straße reichen, müssen schnell entfernt werden können, sollte die Einbahnstraße wieder beidseitig befahren werden. Zu einer Umwidmung der B 11 sind das Staatliche Bauamt Weilheim und das Bundesverkehrsministerium nicht bereit.

Auf offene Ohren gestoßen

Wie berichtet erhielt der Vize-Bürgermeister von Rathauschef Klaus Heilinglechner die Erlaubnis, sich des Themas anzunehmen. Schnaller arbeitete im Hintergrund und führte „bestimmt 25 bis 30 Gespräche“. Das Ergebnis: „Ich bin überall – im Landratsamt, bei Polizei, Feuerwehr und unseren Landtagsabgeordneten – auf offene Ohren gestoßen.“ Schnaller nutzte eine Veranstaltung der Wolfratshauser CSU, zu der Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) eingeladen war, um an höchster Stelle für sein Vorhaben zu werben. Der Minister stellte zwar klar, dass die Markt- eine Bundesstraße bleiben wird, „aber er hat Zugeständnisse ermöglicht, bauliche Veränderungen vorzunehmen“. Im Kern geht es vor allem um den Abbau der Gehsteige, um die Straße nach dem Shared-Space-Prinzip zu gestalten.

„Herzstück der Stadt“

„Wir haben jetzt den Segen von oben“, sagte Schnaller sichtlich zufrieden. Nun gehe es darum, „dass wir etwas daraus machen.“ Wichtig ist ihm, dass die Bürger bei der Planung für das „Herzstück der Stadt“ mit ins Boot geholt werden. Auch plädierte er dafür, die mögliche Absenkung der Gehsteige nicht als alleinige Maßnahme zu sehen. „Es geht darum, die Altstadt ganzheitlich zu betrachten.“

Schnaller sieht sein Engagement noch nicht als erledigt an: „Für den Stadtrat geht die eigentliche Arbeit jetzt erst los.“ Er sieht noch „einige Bausteine, die wir abarbeiten müssen“. Durch den Grundsatzbeschluss, den der Stadtrat vergangene Woche gefällt hat und die Bereitschaft der Behörden, „haben wir aber schon einen großen Schritt nach vorne gemacht“. dst

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