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50 Wohnungen sollen auf der sogenannten Coop-Wiese in Waldram gebaut werden.

Coop-Wiese

Mehr Autos in die Tiefgarage ?

Die geplante Bebauung von Teilen der sogenannten Coop-Wiese in Waldram ist umstritten. In der Info-Veranstaltung, die die Stadt ausgerichtet hatte (wir berichteten), äußerten einige Waldramer Kritik.

Wolfratshausen „Wir haben diese Bedenken aufgenommen“, sagt Bürgermeister Klaus Heilinglechner auf Nachfrage unserer Zeitung. Der Plan von Architekt Norbert Blankenhagen werde in einigen Punkten überarbeitet.

Konkret geht es um einen Bürgersteig an der Schlesierstraße. Eine Waldramer Bürgerin hatte nachgehakt, ob die Kommune diesen nicht verlängern könnte. Im bisherigen Plan wäre eines der beiden Mehrfamilienhäuser zu nahe an der Straße, um das Trottoir in ausreichender Breite anzulegen. „Der Architekt überprüft derzeit, ob es möglich ist, das Gebäude ein Stück zu versetzen, damit das möglich ist“, berichtet der Rathauschef.

Rathauschef will Thema nicht vorschnell abhaken

Viele Bürger bemängelten beim Info-Abend die Parksituation. Bislang sind 100 Stellplätze für die 50 neuen Wohnungen vorgesehen, die der Bauherr, die städtische Wohnungsbaugesellschaft (StäWo), plant. 50 Pkw würden in einer Tiefgarage Platz finden, 50 weitere auf oberirdischen Stellfächen. Möglich ist laut Heilinglechner, dass die Tiefgarage um rund zehn Plätze erweitert wird. „Das würde aber sehr teuer“, hatte Architekt Blankenhagen bereits beim Info-Abend zu bedenken gegeben. Er rechnet mit rund 300 000 Euro, die zusätzliche zehn Stellflächen kosten. Rathauschef Heilinglechner will dass Thema dennoch nicht vorschnell abhaken. „Das werden wir im Aufsichtsrat der StäWo entscheiden“, kündigt er an. Zuvor müsse man aber prüfen, ob der Aufwand im Verhältnis zum Nutzen steht.

Der Geschäftsführer der StäWo, Lothar Ortolf, ist optimistisch, dass das geplante Vorhaben die Parkplatznot in Waldram lindern wird. Zwei Stellplätze pro Wohnung seien bei einkommensorientiert geförderten Wohnungen ungewöhnlich viel – übrige Stellplätze könnten also vermietet werden. „Allerdings ist fraglich, ob Bürger, die bislang kostenlos an der Straße oder auf der Wiese geparkt haben, dafür zukünftig Geld bezahlen möchten“, räumt Heilinglechner ein. dst

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