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Mehr Corona-Tests in Wolfratshausen: Zweiter Standort in Planung

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Von: Dominik Stallein

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Großer Andrang herrscht an der ehrenamtlichen Teststube am Schwankl-Eck. Die Initiatoren planen mindestens einen weiteren Standort.
Großer Andrang herrscht an der ehrenamtlichen Teststube am Schwankl-Eck. Die Initiatoren planen mindestens einen weiteren Standort. © Sabine Hermsdorf-Hiss

Das Angebot für Corona-Tests soll erweitert werden. Bereits seit Weihnachten sind Ehrenamtliche am Schwankl-Eck aktiv. Nun suchen sie einen weiteren Standort.

Wolfratshausen – An diesem Mittwoch fällt die Entscheidung: Wird es Modellregionen geben – und wenn ja, welche? Wolfratshausen hat sich wie berichtet darum beworben, mit einem umfassenden Tagesticket-Konzept erste Öffnungen einzelner Branchen aus dem Lockdown zu probieren. Ministerpräsident Markus Söder hat eine Sondersitzung des Kabinetts angekündigt, in der die weiteren Planungen besprochen werden sollen. Fast 100 Kommunen in Bayern wollen Modellregionen werden.

Unabhängig davon, ob die Wahl auf die Stadt an der Loisach fällt: „Wir wollen und werden das Testangebot erweitern“, sagt Dr. Ulrike Krischke, eine der Initiatorinnen der Wolfratshauser Bewerbung. Seit Weihnachten nimmt eine ehrenamtliche Initiative um DLRG, Caritas und Kulturverein Isar-Loisach (KIL) am sogenannten Schwankl-Eck Abstriche vor. Wie Krischke verrät, sind mindestens zwei weitere Standorte im Fokus der Ehrenamtlichen: Eine neue Teststube wird am Untermarkt eröffnen, mittelfristig sei außerdem eine Station in einem der Ortsteile geplant.

Standort für neue Corona-Teststation in Wolfratshausen soll zeitnah feststehen

„Wir haben uns am Untermarkt verschiedene Möglichkeiten angesehen“, erklärt DLRG-Ortsgruppenchef Robert Klingel. Nun stehe eine Entscheidung darüber bevor, in welche Immobilie die Ehrenamtlichen expandieren. „Das ist keine Frage von Wochen mehr“, betont Klingel. Er rechnet zeitnah mit einer Festlegung auf einen weiteren Standort. Personell sei eine zweite Teststation für die Initiative zu stemmen: „Wir sind derzeit mit so vielen Helfern am Schwankl-Eck aktiv, dass wir einige anlernen, die die zweite Teststube übernehmen könnten.“ Mit Mitgliedern der Freiwilligen Feuerwehr und der Bergwacht stießen zuletzt einige weitere Helfer zum Team. Auch einige offene finanzielle Fragezeichen konnten die Teststuben-Betreiber inzwischen ausräumen: „Wir sind vom Gesundheitsamt beauftragt und können dadurch den Betrieb finanzieren“, betont Klingel. Die Testungen würden über die Kassenärztliche Vereinigung Bayerns abgerechnet.

Eine dritte Teststation in Farchet oder Waldram sei derzeit zwar eine Überlegung, Klingel und seine Kollegen wollen aber „Schritt für Schritt“ planen. „In den Ortsteilen sind wir noch nicht so weit mit der Planung wie am Untermarkt.“ Krischke ergänzt, dass möglicherweise mit mobilen Teststationen in den Ortsteilen das Angebot erweitert werden könnte. „Da gibt es mehrere Möglichkeiten.“

Es soll möglichst viele Corona-Teststuben geben

Die Wichtigkeit weiterer Teststuben betont Krischke deutlich: „Das Ziel ist, möglichst viele, dezentrale Angebote zu schaffen.“ Nur, wenn es mehrere Anlaufstellen gibt, könne man Menschenansammlungen vermeiden. Außerdem – so die Vermutung der Initiatoren – wird das Interesse an Schnelltests in der Bevölkerung in diesem Fall nicht sinken – ganz im Gegenteil: „Viele wollen ein Testergebnis, bevor sie andere Menschen treffen. Auch die Testungen in Betrieben und Schulen sind noch nicht endgültig geklärt“, sagt Krischke.

Eine Prognose, ob das Tagesticket-Konzept von der bayerischen Staatsregierung goutiert wird oder die Wahl auf eine andere Region falle, möchten weder Klingel noch Krischke wagen. Den DLRG-Chef würde es „natürlich freuen, aber selbst wenn es nicht klappt, haben wir gezeigt, dass man so etwas ehrenamtlich in Wolfratshausen auf die Beine stellen kann“. Das Testangebot werde auf jeden Fall erweitert und ausgebaut. „Auch ohne Modellregion der Staatsregierung.“

dst

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