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Schlüsselübergabe: Das neue Dienstgebäude des Amts für Digitalisierung, Breitband und Vermessung in Wolfratshausen ist am Donnerstag offiziell seiner Bestimmung übergeben worden. Unser Foto zeigt (v. li.) Peter Aumann, Bereichsleiter Hochbau im Staatlichen Bauamt in Weilheim, Landrat Josef Niedermaier, Amtsleiter Herbert Fuchs, Bayerns Finanz- und Heimatminister Dr. Markus Söder, den CSU-Stimmkreisabgeordneten Martin Bachhuber und Wolfratshausens Bürgermeister Klaus Heilinglechner. 

Neues Gebäude eingeweiht

Minister Söder sorgt für Erfrischung im Vermessungsamt

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Vor vier Jahren setzte Dr. Markus Söder den ersten Spatenstich fürs neue Amt für Digitalisierung, Breitband und Vermessung in Wolfratshausen. Am Donnerstag übergab der bayerische Finanz- und Heimatminister das knapp fünf Millionen Euro teure Gebäude offiziell seiner Bestimmung.

Wolfratshausen– Die begehrtesten Plätze bei der festlichen Einweihung waren die im kühlen Schatten des neuen Dienstgebäudes an der Heimgartenstraße. So betrachtet hatte die Musikkapelle „Katasterblech“, die sich aus Mitarbeitern des Vermessungsamts in Weilheim rekrutiert, Pech. Sie saßen in der prallen Sonne. Ein gut gelaunter Staatsminister, dessen Festrede mit Bonmots gespickt war, sorgte zumindest verbal für Erfrischung.

Söder erinnerte daran, dass es die Wittelsbacher waren, die beschlossen, das Bayernland von Nord nach Süd und von Ost nach West vermessen zu lassen. 1864 war die Mammutaufgabe vollbracht, seither wird wie Arbeit akribisch fortgeführt. „Die Bayerische Vermessungsverwaltung ist die beste der Welt“, stellte Söder ganz unbescheiden fest – und verwies zum Vergleich auf Griechenland: „Dort können heute zum Teil keine Grundstücksverkäufe stattfinden“, weil nicht dokumentiert sei, wie groß sie sind und wem sie gehören.

Breitbandmanager im Einsatz

Die Leiter der Vermessungsämter seien in Personalunion „Breitbandmanager“, erklärte der CSU-Politiker den rund 100 Festgästen. Sie seien mitverantwortlich dafür, auch die Menschen in den hintersten Winkeln des Freistaats mit schnellem Internet zu beglücken. In puncto Digitalisierung müsse man allerdings „noch aufs Gas gehen“, merkte Landrat Josef Niedermaier an. Eine digitale Steuererklärung abzugeben, sei mittlerweile kein Problem – dem Bürger einen Personalausweis mit digitaler Signatur auszustellen, sei in vielen Kommunen dagegen noch unmöglich.

Mit einem Lächeln bedankte sich Söder beim CSU-Stimmkreisabgeordneten Martin Bachhuber. Der habe als Mitglied des Haushaltsausschusses des bayerischen Landtags maßgeblich darauf hingewirkt, dass die knapp fünf Millionen Euro für den Bau des dringend notwendigen neuen Dienstgebäudes in der Flößerstadt bewilligt worden seien. Wolfratshausens Bürgermeister Klaus Heilinglechner wiederum dankte der Staatsregierung dafür, „dass diese Behörde in unserer Stadt verbleibt“.

„Klimatisch hochintelligenter Bau“

Das neue Amtsgebäude an der Heimgartenstraße sei ein „klimatisch hochintelligenter Bau“, urteilte Söder. Die dreigeschossige Immobilie wurde wie berichtet in Holzbauweise errichtet und ist durchgehend barrierefrei. Eine moderne Holzpellet-Heizung wärmt nicht nur das Vermessungsamt, sondern durch einen neu geschaffenen Nahwärmeverbund auch die benachbarten Gebäude des Wolfratshauser Finanzamts. „So können rund 42 Tonnen Kohlenstoffdioxid pro Jahr vermieden werden“, erläuterte Peter Aumann, Bereichsleiter Hochbau im Staatlichen Bauamt in Weilheim.

Großen Wert legte der Heimatminister auf die kirchliche Segnung des neuen Dienstgebäudes durch den Wolfratshauser Stadtpfarrer, Dekan Gerhard Beham, und die Pfarrerin der evangelischen Kirchengemeinde St. Michael, Elke Eilert. Söder: „Es ist wichtig, nicht zu vergessen, dass es höhere Instanzen gibt, als die Staatsregierung und meine Frau.“

Dekan Beham gab den Festgästen den Hinweis mit auf den Weg: „Wenn Gott der Mittelpunkt unseres Lebens ist, sind wir nie vermessen.“ Pfarrerin Eilert ergänzte: „Gott steckt den Rahmen für unser Leben ab.“

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