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Amtsgericht 

Mit 1,9 Promille vom Fahrrad gestürzt – Geldstrafe

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Reichlich getrunken hatte ein Fahrradfahrer aus Wolfratshausen, als er gestürtzt ist. Dafür muss er sich nun vor dem Amtsgericht verantworten.

Wolfratshausen– Das schlechte Gewissen war dem Mann auf der Anklagebank anzusehen. „Ich bedauere das sehr“, sagte der Wolfratshauser. Ende Mai dieses Jahres war der 50-Jährige gegen 10 Uhr morgens auf der Sauerlacher Straße in Wolfratshausen mit seinem Fahrrad gestürzt. Wie sich herausstellte, war übermäßiger Alkoholgenuss der Grund für den Unfall: Eine Blutprobe ergab einen Wert von 1,92 Promille.

Stress war die Ursache

Er habe Stress gehabt, zu Hause Wein getrunken und dann nur einen Kumpel besuchen wollen. „Es war nicht weit, ich hätte auch zu Fuß gehen können“, räumte der Angeklagte ein. Obwohl er „nur“ wegen fahrlässiger Trunkenheit vor dem Richter stand, drohte ihm mächtig Ungemach. Denn aus einem Verfahren aus dem Jahr 2013 schleppte der Wolfratshauser eine Bewährungsstrafe mit sich herum. Wegen seiner Alkoholprobleme hatte er sich damals in eine Entziehungsanstalt begeben müssen.

Bewährung aufs Spiel gesetzt

„Ich habe damit auch einen Verstoß gegen die Auflagen begangen und fahrlässig meine Bewährung aufs Spiel gesetzt“, zeigte sich der Mann schuldbewusst und versicherte, dass er sich wegen des Rückfalls erneut fachliche Hilfe gesucht habe. „Allein ist’s schwer, aber ich muss das in den Griff kriegen.“ Richter Helmut Berger wertete Einsicht und Eigeninitiative des Angeklagten strafmildernd und verurteilte ihn zu einer Geldstrafe von 30 Tagessätzen zu je 40 Euro. 

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