Beate Zschäpe: Verteidiger fordern maximal zehn Jahre Haft

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Volles Lager: Auch die Straßenmeisterei in Wolfratshausen hortet Streusalz.

Eine Arbeit zum Dahinschmelzen

Mit 14.000 Tonnen Salz in den Winter

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Der Winter ist im Landkreis angekommen. Die Straßenmeistereien in der Region sind darauf vorbereitet: Insgesamt 65 Fahrzeuge mit Schneepflügen und Streuautomaten – drehen unaufhörlich ihre Runden.

Wolfratshausen – Etwa 14.000 Tonnen Salz lagern streufertig in sieben Hallen, jeweils eine steht in Wolfratshausen und in Bad Tölz. Im Rahmen eines Liefervertrages kann das Staatliche Bauamt Weilheim zusätzlich bis zu 17.000 Tonnen abrufen. „Mit diesen Salzvorräten kann selbst ein überdurchschnittlicher Winter bewältigt werden“, sagt Baurat Walter Lehner. Seine Behörde betreut ein Straßennetz von über 1600 Kilometern.

Wettervorhersage ist wichtig

Um den Winterdienst effizient verrichten zu können, sind die Straßenmeistereien auf zuverlässige Wettervorhersagen angewiesen. Ihnen stehen, so Lehner, „rund um die Uhr Wetterradarbilder und die Straßenzustands- und Wetterprognosen des Deutschen Wetterdienstes sowie Daten von 20 örtlichen Straßenwetterstationen im Amtsgebiet zur Verfügung“. Letztere liefern aktuelle Informationen über Fahrbahntemperatur, Niederschlag und Salzkonzentration.

Bundes- und Staatsstraßen müssen immer befahrbar sein. Auf ihnen läuft der Winterbedarf quasi rund um die Uhr. „Das übrige Straßennetz wird vorrangig zwischen 6 und 22 Uhr in einem befahrbaren Zustand gehalten“, erklärtLehner. Sehr viele Einsätze beginnen aber auch auf diesem Netz bereits vor 4 Uhr früh, damit der morgendliche Berufsverkehr nicht ins Rutschen gerät.

„So viel Salz wie nötig, so wenig wie möglich“

Ökologische Kriterien berücksichtigen die Streufahrzeug-Teams trotzdem. „So viel Salz wie nötig, so wenig wie möglich“ – laute der Grundsatz, sagt Lehner. Salz sei aber immer noch das wirksamste und wirtschaftlichste Auftaumittel. Ein technischer Kniff hilft beim Sparen: Das Streusalz wird unmittelbar vor dem Aufbringen auf die Fahrbahn mittels einer Salzlösung, der Sole, angefeuchtet. Das reduziert die Verluste durch Windeinflüsse und Gravitation und gewährleistet die gleichmäßige Verteilung. Alle Räum- und Streufahrzeuge der bayerischen Straßenbauverwaltung sind mittlerweile mit diesen Feuchtsalz-Streugeräten ausgerüstet.

Noch moderner ist die jüngste Generation der Winterdienst-Lkw: Sie sind mit Kombi-Streugeräten bestückt, die – je nach Witterungslage – Sole versprühen, aber auch Feucht- oder Trockensalz verteilen können. Mit reiner Sole – bis minus fünf Grad verwendbar – verringert sich die notwendige Salzmenge im Vergleich zum Feuchtsalz nochmals.

Allerdings kann auch der beste Winterdienst keine Wunder vollbringen. Lehner appelliert deshalb an die Autofahrer, immer mit Schneeresten, stellenweiser Glätte oder bei länger andauernden Niederschlägen „auch mit einer geschlossenen Schneedecke“ zu rechnen. Und: Winterreifen und eine angepasste Fahrweise sind ein Muss.

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