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Glockenklare Stimmen: Der Jugendkammerchor der Musikschule unter Leitung von Christian Preißler. 

Mit Wolfratshauser Musikschule a-cappella durch die Weihnachtszeit: Jugendkammerchor gibt Konzert in St. Andreas

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Für etwas Besinnlichkeit in der hektischen Weihnachtszeit sorgte am Wochenende die Wolfratshauser Musikschule: Der Jugendkammerchor präsentierte in St. Andreas andächtige geistige Lieder. 

Wolfratshausen – In der staaden Zeit ist kulturell viel los. Überall hört man Weihnachtslieder erklingen, mehr oder weniger besinnlich. Die Christkindlmärkte sind Anziehungspunkte für ein geselliges Beisammensein. Da tut es auch mal gut, dem hektischen Vorweihnachtstreiben zu entfliehen. Eine schöne Möglichkeit bot der Jugendkammerchor der Wolfratshauser Musikschule am Samstagabend, direkt im Anschluss an die Messe in der Kirche St. Andreas. Der Chor präsentierte in mehrstimmigem A-cappella-Gesang Werke unter anderem von Hans Leo Haßler, Andreas Hammerschmidt und Edvard Grieg.

Die einen gingen, andere blieben, neue Besucher kamen. Am Ende der Messe war zuerst ein rühriges Neuordnen, ehe Ruhe einkehrte und sich die Mitglieder des Jugendkammerchors unter der Leitung von Christian Preißler hinter dem Altar nach Stimmlagen positionierten. Es war ein besinnliches Konzert, im ersten Teil mit vorwiegend alten geistlichen Liedern, wie zum Beispiel das „O Magnum Mysterium“ des spanischen Komponisten der Renaissance Tomas Luis de Victoria (1548 – 1611). Seine Musik ist von einem starken Glauben geprägt. De Victoria hat ausschließlich für religiöse Zwecke komponiert. Dieses schwermütige Stück interpretierten die Sängerinnen und Sänger durch einen Wechsel der Stimmlagen, so dass ein hallender Effekt entstand. Von starker Ausdruckskraft war auch das berühmte Adventslied „Maria durch ein Dornwald ging“ geprägt, im Solo von Anna Weichenberger und Alicia Glanz vorgetragen, vom Chor begleitet.

Dekan Gerhard Beham leitete zwischendurch mit kurzen Texten über den Glauben und die Menschlichkeit über. Er wies auf die Symbolik hin. Maria macht sich auf den beschwerlichen Weg nach Bethlehem. Die Dornen, so Beham, seien ein Sinnbild für Krankheit, Konflikt und ungelöste Probleme. Doch neben den Dornen wachsen Rosen. „Wer mit sich zufrieden ist, dessen Leben blüht auf.“

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In kunstvollen mehrstimmigen Gesängen, mit glockenklaren Stimmen, präsentierte der Chor und aus ihm heraus im Wechsel das siebenköpfige Ensemble „Farbton“ sowie das zwölfköpfige „Frankreich-Ensemble“ eine der Zeit angemessene besinnliche Mischung aus Kirchen- und Weihnachtsliedern. Unterdessen standen draußen Menschen am offenen Feuer beim Glühwein beisammen – auch das eine Form der Besinnung. web

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