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Möbel Mahler hat gerade großen Ausverkauf - der Bürgermeister von Wolfratshausen hat große Pläne für das Gebäude. 

Bürgermeister will Elektronik-Riesen anlocken

Möbel Mahler-Aus: Kommt nun Media Markt nach Wolfratshausen?

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Wolfratshausen - Möbel Mahler schließt Ende Januar. Für die Stadt Wolfratshausen ist das laut Bürgermeister Klaus Heilinglechner ein „großer Schaden“. Der Rathauschef ist nun bemüht, den Elektronikriesen Media Markt in die Loisachstadt zu locken.

"Ja, das ist meine Idee“, sagt der Rathauschef im Gespräch mit unserer Zeitung. Schon in der Amtszeit seines Vorgängers Helmut Forster habe das Unternehmen, dessen Deutschlandzentrale in Ingolstadt beheimatet ist, Interesse am Standort Wolfratshausen bekundet. Aber: Media Markt benötige nach eigenen Angaben mindestens 3000 Quadratmeter Fläche. Eine Größenordnung, die in der Flößerstadt bisher nicht zur Verfügung stand. Die bevorstehende Schließung von Möbel Mahler betrachtet der Bürgermeister nun als Chance: Das Einrichtungshaus am Hans-Urmiller-Ring umfasst derzeit rund 30.000 Quadratmeter Verkaufsfläche. Eine Bauvoranfrage von Gerhard Mahler, die Verkaufsfläche auf rund 55 000 Quadratmeter zu vergrößern, hat der Stadtrat im Sommer 2013 wie berichtet grundsätzlich positiv beantwortet. Vor diesem Hintergrund schlägt Heilinglechner einen Schulterschluss von XXX Lutz, dem neuen Eigentümer der Immobilie im Wolfratshauser Gewerbegebiet, und Media Markt vor. Der Bürgermeister führt zwei Beispiele an: Im niedersächsischen Nordhorn sind die zwei Konzerne unter einem Dach untergebracht, an der Theresienwiese in München arbeiteten der Möbelriese aus Wels in Österreich eine Zeit lang Tür an Tür mit Saturn, Bestandteil der Media-Saturn-Holding GmbH.

XXXLutz und Media Markt unter einem Dach: Synergieeffekte für die Kunden

Die topographische Lage des Gebäudekomplexes direkt am Autobahnzubringer beurteilt der Bürgermeister als ideal. Da er davon ausgeht, dass künftig XXX Lutz Möbel in Wolfratshausen anbieten wird, würden sich Synergieeffekte ergeben: Kunden, die sich ein neues Wohnzimmer kaufen, könnten gleich noch einen neuen Fernseher einpacken. Produkte, die Media Markt anbietet, „gehen schon lange in Wolfratshausen ab“, sagt Heilinglechner. Innenstadtrelevant sei das Portfolio der Ingolstädter in seinen Augen nicht. „Wir müssen in dem Zusammenhang auch aufpassen, dass uns XXX Lutz nicht über den Tisch zieht“, betont der Rathauschef. Das Unternehmen habe bereits angefragt, ob die fürs Gewerbegebiet geltende Sortimentsbeschränkung in Stein gemeißelt sei. Ja, stellt Heilinglechner kategorisch fest. Eine Aufweichung der Regelung stehe „in der jetzigen Situation, in der sich unsere Innenstadt befindet“, nicht zur Debatte.

Die Ansiedlung von Media Markt habe positiven Einfluss auf die Entwicklung von Wolfratshausen

Sollte der Deal gelingen, habe die Ansiedlung von Media Markt allerdings durchaus Auswirkungen auf die Stadtentwicklung. Denn auch auf dem so genannten Kraft-Areal am Wolfratshauser S-Bahnhof ist die Schaffung eines Elektromarktes angedacht. „Das wäre dann wohl hinfällig“, räumt der Bürgermeister ein.

Heilinglechner hat in den vergangenen Tagen bereits ein Gespräch zwischen einem Mittelsmann von Media Markt und dem dem Expansionsleiter der Firma XXX Lutz eingefädelt. Beide Parteien hätten Interesse signalisiert, so der Rathauschef: „Sie wollen die Option auf alle Fälle prüfen.“ Julian Viering, Pressesprecher der XXX Lutz Unternehmensgruppe Deutschland, hüllt sich auf Nachfrage unserer Zeitung jedoch in Schweigen. „Gerüchte“ kommentiere er nicht. Das sei alles, was er zu dem Thema zu sagen habe. Genauso zugeknöpft ist ein Media-Markt-Sprecher. Nach seinem Kenntnisstand, so Heilinglechner, wollen sich die beiden potenziellen Partner jedoch zeitnah zusammensetzen.

Die Reaktionen auf die Schließung von Möbel Mahler

Politische Hürden, die nicht zu überwinden sind, kann Heilinglechner nicht erkennen. Planungsrechtlich ist der Mahler-Standort zwar als „Sondergebiet Möbel“ ausgewiesen. Eine Ausweitung hinsichtlich Elektronik-Produkten hält der Bürgermeister allerdings für denkbar. Vorausgesetzt, „der Stadtrat entscheidet so, und das Landratsamt stimmt zu“.

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