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Blicken optimistisch in die Zukunft: (vorne, v. li.) Kilian Stallwanger, Manuela Schwager und Hubertus Beringer, (hinten, v. li.) Hans-Jürgen Mayer (Inhaber „Der Sitzmacher“) und Mesut Coban (Ausbildungsleiter beim Isartaler Elektromarkt).

Hoffnung nach Hiobsbotschaft

Aus von Möbel Mahler: Azubis finden neue Firmen

Wolfratshausen - Wie geht es nach dem Aus von Möbel Mahler in Wolfratshausen für rund 30 Azubis weiter? Zumindest drei freuen sich: Sie können ihre Lehre bei Geretsrieder Unternehmen fortsetzen.

Er habe „großes Glück“ gehabt, sagt Hubertus Beringer. Anders als viele seiner ehemaligen Kollegen bei Möbel Mahler steht er nicht auf der Straße, wenn das Einrichtungshaus im Wolfratshauser Gewerbegebiet schließt. Das ist spätestens am 13. Februar der Fall. Seine Ausbildung zum Einzelhandelskaufmann kann Beringer beim Isartaler Elektromarkt in Geretsried beenden.

Vor zwei Wochen fing er beim neuen Arbeitgeber an

Schon zwei Wochen, nachdem das endgültige Aus des Möbelhauses bekannt wurde, fing er bei seinem neuen Arbeitgeber an. „Vier von den acht anderen aus meinem Lehrjahr haben bis jetzt noch nichts gefunden“, sagt der 23-jährige Geretsrieder im Gespräch mit unserer Zeitung. Beringer war der Erste, der sich bei dem Elektrofachgeschäft beworben hatte – noch bevor Inhaber Thomas Purmann bei Möbel Mahler gemeldet hatte, dass er gerne zwei Auszubildende übernehmen würde. „Nach zwei Tagen Probearbeit habe ich dann gleich die Zusage bekommen“, freut sich Beringer. Seinem alten Arbeitgeber trauere er nicht nach, obwohl er sich bei Möbel Mahler sehr wohl gefühlt habe.

Dass der 23-Jährige statt Sofas, Schreibtischen und Bücherregalen jetzt Fernseher, Waschmaschinen und Handys verkauft, kommt dem technikbegeisterten jungen Mann entgegen. „Ein guter Verkäufer kann alles verkaufen“, meint Manuela Schwager. „Man muss sich halt andere Fachkenntnisse aneignen.“

"Ich bin sehr zufrieden"

Die Wolfratshauserin hatte wie Beringer 2014 ihre Ausbildung bei Möbel Mahler in der Loisachstadt begonnen und wurde kurz vor Weihnachten ebenfalls vom Isartaler Elektromarkt übernommen. Von dem Stellenangebot hatte sie über die Berufsschule erfahren. „Ich habe mich gleich persönlich vorgestellt“, berichtet die 24-Jährige. Sie arbeitete zuvor in der Mahler-Küchenabteilung und konnte zumindest auf dem Gebiet von Wasch- und Spülmaschinen schon Kenntnisse vorweisen. Mesut Coban, Ausbildungsleiter beim Isartaler Elektromarkt, ist voll des Lobs über seine neuen Lehrlinge: „Sie sind beide sehr zuverlässig, engagiert, freundlich und lernwillig. Ich bin sehr zufrieden.“

Anders als seine beiden früheren Ausbildungskollegen verkauft Kilian Stallwanger aus Wolfratshausen nach wie vor Möbel. Er fing am 2. Januar bei Sitzmacher an – ein Spezialgeschäft für Marken-Polster in Geretsried. „Aber die Vorbildung bringt mir wenig. Das ist ein ganz anderes Niveau hier“, stellt Stallwanger fest. Der 23-Jährige hatte seine Lehre bei Möbel Mahler erst im September 2015 begonnen und dort bisher hauptsächlich im Selbstbedienungs- und Discount-Bereich gearbeitet. „Jetzt habe ich viel mehr Möglichkeiten, auf individuelle Kundenwünsche einzugehen.“ Stallwanger weiß, dass die meisten, die mit ihm bei Mahler angefangen haben, bisher ohne Erfolg nach einer neuen Lehrstelle suchen.

Auf das Stellenangebot bewarben sich viele junge Leute

Auf das Stellenangebot, das Sitzmacher-Chef Hans-Jürgen Mayer bei Möbel Mahler ausgehängt hatte, bewarben sich zahlreiche junge Leute. „Aber Kilian hat uns durch seine sympathische Art und sein aktives Einbringen gleich überzeugt.“ Er sei froh, sein Team durch einen solch fähigen Mitarbeiter verstärken zu können, sagt er. Und auch sein neuer Lehrling ist überzeugt: „Für mich war der Wechsel ein positiver Schritt."

von Clara Wildenrath

Die Reaktionen auf die Schließung von Möbel Mahler

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