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Die letzten Kunden: Am Montagabend hat Möbel Mahler in Wolfratshausen geschlossen.

Möbelhaus hat geschlossen

Möbel-Mahler-Nachfolger XXXLutz hadert mit der Stadt

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Wolfratshausen - Nach 34 Jahren ist Möbel Mahler Geschichte. Der Nachfolger XXXLutz hadert mit der Sortimentsbeschränkung im Gewerbegebiet. Außerdem laufen Gespräche mit Media Markt.

Während sich hunderte fröhliche Narren im Landkreis für diverse Rosenmontagspartys kostümierten, vergossen viele Möbel-Mahler-Mitarbeiter ein paar Tränen. Der Abverkauf ist beendet, um 19 Uhr ist die große gläserne Drehtür des Einrichtungshauses im Wolfratshauser Gewerbegebiet geschlossen worden. Nach 34 Jahren – und zumindest unter der Regie von Mahler – wird sie sich nicht mehr öffnen.

Bürgermeister: XXXLutz soll Stadt nicht "über den Tisch ziehen"

Die Immobilie hat wie berichtet die Unternehmensgruppe XXX Lutz aus Österreich gekauft. Über die Pläne am Standort Wolfratshausen hüllt sich Konzernsprecher Julian Viering seit Wochen in Schweigen. Das wird sich auch mittelfristig nicht ändern. Frühestens im März oder April sei ein mögliches Nutzungskonzept skizziert. Bürgermeister Klaus Heilinglechner hatte jedoch in einem Gespräch mit unserer Zeitung bereits davor gewarnt, „dass XXX Lutz uns nicht über den Tisch zieht“. Denn der Branchenprimus hadert offenbar mit der strikten Sortimentsbeschränkung, die im Gewerbegebiet gilt. Dass diese außer Kraft gesetzt wird, so der Rathauschef, könne er sich „in der jetzigen Situation, in der sich unsere Innenstadt befindet“, nicht vorstellen.

„Auf jeden Fall“, kündigt Heilinglechner an, würde der Rat das Thema Sortimentsbeschränkung aber diskutieren, falls es zu einer Kooperation zwischen XXX Lutz und der Media-Saturn-Holding kommen würde. Er selbst hatte Vertretern des Möbelriesen und der Elektronik-Fachmarktkette diese Option schmackhaft gemacht – und Interesse geweckt.

Gespräche mit Media Markt laufen

Zwischen Wels in Oberösterreich und der Media-Markt-Zentrale in Ingolstadt gab’s bereits Gespräche. „Zeitnah“, verrät Heilinglechner am Rosenmontag gegenüber unserer Redaktion, habe er selbst einen weiteren Termin mit einem Media-Markt-Verantwortlichen. Derzeit ist der Verkauf von Elektronikartikeln im Gewerbegebiet laut Sortimentsbeschränkung zwar untersagt, räumt der Bürgermeister ein. Doch im Falle des Falles „muss das Thema im Stadtrat besprochen werden“. Nicht zuletzt, weil die Kombination Lutz/Media-Markt in seinen Augen zu einer weiteren Verkehrszunahme führen würde. Doch noch seien das unterm Strich alles ungelegte Eier.

Zunächst einmal müsse XXX Lutz die Karten auf den Tisch legen, „was man bei uns in Wolfratshausen vorhat“. Sei es alleine oder in Zusammenarbeit mit der Media-Saturn-Holding. Das gelte auch mit Blick auf die schon im Juli 2013 vom Stadtrat genehmigte Erweiterung der Verkaufsfläche von derzeit 30 000 auf gut 55 000 Quadratmeter. Denn das Ja hatte das Gremium seinerzeit mit der Auflage verknüpft, dass Gerhard Mahler ein Parkdeck baut. Diese Bedingung, so der Bürgermeister, müsse auch der Nachfolger erfüllen.

cce

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