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Den Tod vor Augen hat eine 48-jährige Mutter aus Münsing. Die Zeit, die ihr noch bleibt, möchte sie so unbeschwert wie möglich mit ihrer Tochter (7) verbringen.

Aktion „Leser helfen helfen“

Münsingerin kämpft gegen Krebs - und für ihre Tochter

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Mit unserer Aktion „Leser helfen helfen“ unterstützen wir notleidende Menschen im Landkreis. Wie im Fall einer Münsingerin (48), die unheilbar an Krebs erkrankt ist.

Münsing „Routineuntersuchung“, hatte Petra Maier (Name geändert) in ihrem Terminkalender vermerkt. Doch nach dem Arztbesuch war nichts mehr, wie es vorher war. Die Diagnose: Krebs. Bösartig und unheilbar. Die ihr voraussichtlich noch verbleibende Lebenszeit: wenige Monate. Die 48-jährige Münsingerin nimmt ihr Schicksal an, kämpft Tag für Tag tapfer gegen die tückische Krankheit. Gleichzeitig kämpft sie für die Zukunft ihrer siebenjährigen Tochter Maria.

Maier arbeitete als Kinderkrankenschwester in einer Münchner Klinik. War für die kleinen Patienten da, wenn sie gebraucht wurde. Mittlerweile aber ist sie laut Amtsdeutsch „dauerhaft erwerbsgemindert“. Metastasen haben sich bereits in ihrem Körper verteilt. Ihren Job musste die Münsingerin aufgeben, daheim wird sie von einer Haushaltshilfe unterstützt. „Hausarbeit ist für mich Hochleistungssport“, sagt Maier.

Sie ist mit 48 Jahren erwerbsunfähig. Das bedeutet: Was der Mutter und ihrer Tochter an Rente im Monat zur Verfügung steht, reicht mit Ach und Krach für das Allernötigste. Wird die siebenjährige Maria zum Geburtstag einer Schulfreundin eingeladen, muss das Geld für das Geschenk an anderer Stelle eingespart werden. Für das einwöchige Trainingslager der Tochter mit dem Sportverein hat sich Maier „das Geld bei einer guten Nachbarin geliehen“.

Ihre Tochter wird psychologisch unterstützt. Ein Experte bereitet das Mädchen auf den Tod ihrer Mutter vor und versucht, der Siebenjährigen die Angst vor der Zukunft zu nehmen. Maier und ihr Mann sind seit einiger Zeit geschieden. „Er zahlt, so gut er kann.“ Das Verhältnis zur Tochter ist zum Glück ungetrübt, schon jetzt steht fest: Stirbt Petra Maier, wird sich ihr Ex-Mann um das gemeinsame Kind kümmern.

Der größte Wunsch der 48-Jährigen: Sie möchte ihre verbleibende Lebenszeit so unbeschwert wie möglich mit Maria verbringen. Doch die finanziellen Nöte überschatten jeden Tag. Miete, Kleidung, Essen, Getränke oder Utensilien für die Schule: Beinahe jeden Monat rutscht Maier bei ihrer Bank ins Soll. Auch Angehörige können ihr nicht unter die Arme greifen.

„Maria ist immer so wahnsinnig gerne mit mir Rad gefahren“, sagt ihre Mutter mit Tränen in den Augen. Doch die Chemotherapien haben die Münsingerin so geschwächt, dass sie kaum fünf Minuten in die Pedale treten kann, bis sie entkräftet aufgeben muss. „Ja“, meint sie im Gespräch, mit einem E-Bike könnte sie natürlich sofort losradeln. „Aber das kann ich mir nicht kaufen.“ cce

Spenden

an „Leser helfen helfen“ auf das Spendenkonto DE29 7016 9598 0000 1010 10 (Raiffeisenbank im Oberland) oder DE34 7005 4306 0054 0054 00 (Sparkasse Bad Tölz-Wolfratshausen).

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