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Die aktuellen Ausstellungen im Franz-Marc-Museum können wieder bewundert werden.

Wegen Corona waren sie fast zwei Monate zu

Museen in Bad Tölz-Wolfratshausen erwachen zum Leben

  • vonRudi Stallein
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Seit zwei Wochen öffnen in Bayern nach und nach die Museen wieder. Bei einigen Einrichtungen müssen sich die Besucher noch ein wenig gedulden. Und in allen Museen gilt: Ohne Mund- und Nasenschutz geht nichts.

Bad Tölz-Wolfratshausen – Fast zwei Monate mussten Kulturinteressierte darben: Nun bringen die Museen nach und nach wieder etwas Abwechslung in den Alltag. Das Museum der Stadt Geretsried war im Norden des Landkreises das erste, das wieder Besucher empfing. „Unter Einhaltung der vorgeschriebenen Hygieneregeln und Sicherheitsmaßnahmen ist das Museum wieder zu den üblichen Zeiten von Dienstag bis Sonntag geöffnet“, teilte Thomas Loibl, Pressesprecher der Stadt, mit.

Das Waldramer Badehaus ist erst wieder ab 6. Juni für die Öffentlichkeit zugänglich.

Erst ab dem 6. Juni kann man den Erinnerungsort Badehaus in Waldram besuchen. „Wir freuen uns, dass wir wieder aufmachen dürfen. Aber wir sind ein privates Haus, haben keinen Zugangsbereich wie staatliche Museen. Deshalb braucht es etwas Zeit, um die Hygiene-Maßnahmen erfüllen zu können“, erläutert Jonathan Coenen. Zudem müsse man aufgrund der sehr kleinen Räume genau planen, „wie wir die Besucher geschickt durch die Ausstellung leiten“. Wegen der Vorgabe, dass pro 20 Quadratmeter Ausstellungsfläche nur ein Besucher erlaubt ist, dürfen sich zusätzlich zu den Mitarbeitern maximal zehn Leute auf einmal im Haus aufhalten.

Bis zu 70 Personen gleichzeitig sind in den Ausstellungsräumen des Klosters Beuerberg erlaubt.

Maximal 70 Besucher dürfen gleichzeitig im Kloster Beuerberg durch die Kreuzgänge spazieren, wenn dort am 30. Mai die neue Ausstellung „Tugendhaft! Neue Zeiten – alte Werte“ eröffnet. Auch deshalb werde man dieses Mal „relativ geräuschlos starten“, erklärt Dr. Christoph Kürzeder, Direktor des Diözesanmuseums Freising. Einige Projekte, die in den ersten drei Wochen nach dem ursprünglichen Eröffnungstermin am 1. Mai geplant gewesen waren, müssen entfallen. Wie weit sich die Sicherheitsmaßnahmen auf einzelne Punkte des Rahmenprogramms auswirken, steht noch nicht fest.

Das Franz-Marc-Museum in Kochel ist bereits seit dem 15. Mai geöffnet. „Es gibt eine Aufsicht mehr, eine Plexiglasscheibe an der Kasse, Desinfektionsmittel am Museumseingang und in den Toiletten, zudem gibt es einen getrennten Ein- und Ausgang“, weist Pressesprecherin Bettina Pauly auf die Corona-bedingten Neuerungen hin. Maximal 30 Personen dürfen – ausgestattet mit Mundschutz – gleichzeitig durch die Räume schlendern, pro Etage maximal zehn, im Erdgeschoss-Raum nur sechs. Zu sehen sind die laufenden Ausstellungen „Franz Marc. Die Skulpturen“ (bis 31. Januar 2021) sowie „Blauer Reiter. Das Moment der Abstraktion“ (bis 5. Juli 2020). Am 12. Juni beginnt die um zwei Monate verschobene Anselm-Kiefer-Ausstellung.

Auf dem weitläufigen Gelände der Glentleiten sind die Abstandsregeln problemlos einzuhalten.

Seit dem 19. Mai ist das weitläufige Gelände des Freilichtmuseums Glentleiten in Großweil zugänglich. „Das Freilichtmuseum bietet viel Raum, um mit gebührendem Abstand zueinander die historischen Gebäude, Gärten, Wälder und Weiden genießen zu können“, sagt Museumsdirektorin Dr. Monika Kania-Schütz. Sie freut sich, dass auf der Glentleiten wieder Leben eingekehrt ist und betont, dass „die Sicherheit des Publikums und der Mitarbeiter höchste Priorität“ habe. Deshalb sei nach den Vorgaben der Bayerischen Staatsregierung ein umfassendes Schutz- und Hygienekonzept entwickelt worden. So ist in einigen Gebäuden eine Einbahnregelung vorgesehen. Manche Einrichtungen wie das „Haus zum Entdecken“ müssen derzeit noch geschlossen bleiben.

Erstmals zu sehen ist die Ausstellung „Utopie Landwirtschaft“ in der Zollingerhalle (bis 12. Juli), daneben ist die Sonderschau „Eine neue Zeit – die Goldenen Zwanziger in Oberbayern (bis 14. Juni) geöffnet. Auch in den Biergärten auf dem Gelände sowie in die Glentleitner Wirtschaft und Brauerei können die Besucher wieder einkehren. Geführte Rundgänge, Kurse und Handwerksvorführungen finden vorläufig noch nicht statt.

rst

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