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Wild ist der Westen: Dominik Halamek schlüpfte in die Rolle des Apachen-Indianers Winnetouch.

Publikum ist begeistert

„Musical Moments“: Mitreißende Mitmach-Party in der Loisachhalle

Dominik Halamek hatte nicht zu viel versprochen: „Musical Moments“ war eine perfekte Show, das Publikum in der Loisachhalle war begeistert.

Wolfratshausen – Eine perfekte Show mit vielen Kostümwechseln versprach Dominik Halamek dem Publikum schon vor der dreistündigen Show am Samstag in der fast ausverkauften Loisachhalle. Wie in unserer Zeitung berichtet wirkt der Waldramer (35) sowohl als Choreograf, Organisator und Protagonist in „Musical Moments“ mit – einem Best-of-Programm, das in wechselnder Besetzung seit zehn Jahren in Deutschland Erfolge feiert. Halamek, der sich auf seine Heimspiele in Wolfratshausen immer ganz besonders freut, hatte nicht zu viel versprochen.

Wurde zu Beginn des ersten Aktes noch versucht, die Frage „Was ist ein Musical?“ mit wissenschaftlichen Theorien zu erklären, ließen die Künstler danach keine Zweifel an der einzig richtigen Antwort aufkommen: eine Mitmach-Party mit den Zuschauern. So baten Tänzerinnen zunächst zwei Besucher auf die Bühne und statteten sie mit bunten Kostümen aus. Später animierte der gebürtige Norweger Espen Nowacki das Publikum zum Mitsingen und brachte der Menge als verkleideter Transvestit beim berühmten „Time Warp“ der Rocky Horror Picture Show sogar eine anspruchsvolle Choreografie bei. Zwischendurch blieb Zeit für schaurig-schöne Momente wie den düsteren Tanz der Vampire oder das Wehklagen des Phantoms der Oper. Und auch der Humor kam nicht zu kurz: Als Dominik Halamek in das rosa Kostüm des homosexuellen Apachen Winnetouch schlüpfte und sich gemeinsam mit Pocahontas einen Ouzo genehmigte, blieb kaum ein Auge trocken.

Nach der Pause wurde es im zweiten Akt dann deutlich rockiger. So überzeugte Zoltan Tambor in der Rolle des verstorbenen Queen-Sängers Freddie Mercury. Sein Versprechen „We will rock you“, lösten die Besucher mit lautem Mitklatschen und Stampfen ein. Die musikalische Zeitreise sollte schließlich in Udo Lindenbergs „Sonderzug nach Pankow“ und einem furiosen Abba-Medley enden. Doch das Publikum forderte danach so vehement Zugaben, dass Espen Nowacki und sein Team nicht Nein sagen konnten. „Partymetropole Wolfratshausen: Ihr seid ein wilder Haufen“, zeigte er sich beeindruckt. Mit Liza Minnellis „Cabaret“, „Jesus Christ Superstar“ und „Let the sunshine in“ aus Hair bogen die Künstler auf die Zielgerade ein – und standen ihren Fans im Foyer noch lange für Selfies, Autogramme und Unterhaltungen zur Verfügung. ph

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