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Von der Violine bis zum Kontrabass: Das Jugendorchester zeigte in der Kirche St. Josef sein beachtliches Können. 

Musikalischer Abend in St. Josef

Chorkonzert der Musikschule sorgt für echte Wow-Momente

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Das Jugendorchester und der Kinderchor der Wolfratshauser Musikschule gestalteten am Donnerstag gemeinsam einen Konzertabend in der Kirche St. Josef der Arbeiter in Waldram – und begeisterten die Zuhörer. 

Waldram – Eindrucksvoll präsentierten die jungen Musiktalente der Wolfratshauser Musikschule ihr beachtliches Können an Saiteninstrumenten unter Leitung von Josef Vorbuchner und Sigrid von Kracht. Yoshihisa Kinoshita sorgte mit seinem Kinderchor wieder für echte Wow-Momente beim Publikum.

Das Konzert war in zwei Parts aufgeteilt. Zuerst eröffnete das Jugendorchester mit klassischen Werken von Georg Friedrich Händels Overtüre zu „Der Messias“ bis zu Georg Philipp Telemanns Konzert für drei Violinen in F-Dur. Das forderte permanente Umbesetzungen und somit nach jedem Stück erneutes Notenständerrücken. Glanzvoll spielten die Kinder vom Grundschulalter beginnend Violinen, Violas und Cellos – Instrumente, die Übung und Fleiß abverlangen, um aus ihnen solch reine Töne zu zaubern. Ganz besonders beeindruckte das Jugendorchester mit Claude Henry Jouberts „Rhapsodie bohémienne“ im Soloquartett gespielt von Johanne Herrmann und Vera Hansmair (Violinen), Theresa Gerardy (Viola) und Sarah Abdul Rhaman am Cello. Eine Melodie, die so viel Gefühl in ihrer Tragweite hatte und so viele schwierige Tempo-Brüche aufwies. An dieser Stelle ein großes Kompliment an die Musikschüler.

Dass man im Anschluss auf den Kinderchor von Yoshihisa Kinoshita gespannt sein durfte, war eh klar. Hat der rührige Chorleiter doch immer besondere Momente in petto. „Die Hauptarbeit besteht darin, sie alle richtig zu sortieren“, bat Kinoshita augenzwinkernd um etwas Geduld bei den Umbesetzungen zwischen den acht Gesangsstücken. Ein Kind von links schob er nach rechts. Ein Kind aus der Mitte nahm er nach links. Dann noch schnell die Gruppen einteilen – eins, zwei, drei, und los ging’s. Sein Kinderchor überzeugte dieses Mal mit eindrucksvollen Kanon-Gesängen. Ein japanisch-traditionelles Lied forderte hohe rhythmische Laute, die sich wie Echowellen durch die Chorkinder bewegten. Auch das finale Stück des Abends „Dark of The Moon“ der zeitgenössischen Komponistin Karen Beth präsentierten die Chor-Kids fehlerfrei und hoch konzentriert. Verdient großen Beifall gab es schließlich vom Publikum am Ende eines beeindruckenden Konzerts für alle Musikschüler. 

Weitere Solisten:

Tobias Sauerwald, Marco Filcovic und Tobias Wagner (Violinen) sowie Quirin Oswald (Cello).

Lesen Sie auch: Stimmungsvoller Jahresausklang – So schön war das Weihnachtskonzert der Musikschule 

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