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Fünf Stunden Programm: Beim „Uferlos“-Konzertabend im Hof der Musikschule zeigten alle Sparten, was sie im vergangenen Schuljahr erlernt haben.

"Uferlos"-Konzertabend

Unbeschwerte Stücke, nachdenkliche Worte

Wolfratshausen – Bühne frei für die Talente der Wolfratshauser Musikschule: Beim Sommernachtskonzert am Samstagabend zeigten sie ihr Können.

Petrus hatte doch noch ein Einsehen mit den vielen Schülern der Wolfratshauser Musikschule. Begannen die ganz jungen Geiger das „Uferlos“-Festival wegen anhaltenden Regens noch im Innern der Musikschule, so konnte nach den kleinen Blockflötenkindern die Bläserklasse der Realschüler bereits auf der großzügigen Außenbühne eine gelungene Kostprobe ihres Könnens geben.

Musikschulleiter Manfred Heller begrüßte sichtlich stolz die vielen jungen musikalischen Talente und die überaus zahlreichen Gäste. Über 850 Schüler hat die Wolfratshauser Musikschule, die an 16 Instrumenten unterrichtet werden. 22 Lehrer organisieren neben dem preisgekrönten Wolfratshauser Kinderchor unter anderem einen Jugendchor, ein Cello-Quartett und einen Kammerchor. Daneben wie selbstverständlich auch „Auftanzmusikanten“, eine Gitarrenklasse, eine Rockband und natürlich auch eine Lehrer-Band. Sie alle zeigten nacheinander jeweils mit drei Musikstücken ihr Können und sorgten für ein musikalisch abwechslungsreiches, über fünfstündiges Konzertprogramm. Es war für alle Gäste erstaunlich, wie viel Freude am Musizieren und Singen neben dem tatsächlichen Können die Lehrkräfte ihren Schützlingen vermitteln konnten. Auch wenn aus Sicherheitsgründen wegen der Witterungsverhältnisse das Feuerwerk abgesagt werden musste, tat dies der Stimmung keinen Abbruch.

Schulleiter Heller dankte nicht nur dem Förderverein der städtischen Musikschule für die langjährige finanzielle Unterstützung. Aus gegebenem Anlass verwies er darauf, dass Schüler und Lehrkräfte auch eine weitere besondere Aufgabe hätten. „Das gemeinsame Musizieren hat neben dem Erlernen von Instrumenten auch den Nebeneffekt, dass alle Schüler ungeachtet von Begabungen, Können, Alter und Herkunft gleichermaßen einbezogen und nicht ausgegrenzt werden.“ Dieses Zusammenwirken aller unter der Anleitung der Musiklehrer, so Heller weiter, „leistet letztlich auch einen Beitrag zum gelungenen gesellschaftlichen Miteinander und trägt mit dazu bei, dass Attentate wie der Amoklauf am Vorabend in München eben nicht stattfinden.“

Schweigeminute für die Münchner Opfer

Seiner Aufforderung, eine Schweigeminute für die überwiegend jugendlichen Opfer des Amoklaufs abzuhalten, fand die Zustimmung aller Gäste. Auch wenn der Konzertabend alle wieder unbeschwert und fröhlich die Musik genießen ließ, so dachten sicherlich viele Zuhörer noch länger über seine Worte und die Bedeutung einer Musikschule für die Stadt nach. 

tam

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