Kreisklinik Wolfratshausen
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Der Kreis hat sich zur Klinik bekannt - Bürgermeister Klaus Heilinglechner hält das für einen „guten Weg“

Auf der Bürgerversammlung

Nach Kreisklinik-Beschluss - Bürgermeister sieht „guten Weg“ aber mahnt: Klinik nicht gesichert

  • VonDominik Stallein
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Der Kreistag hat sich zur Klinik Wolfratshausen bekannt. Bürgermeister Klaus Heilinglechner ist froh über den Beschluss - aber: „Ich will nicht sagen, dass die Kreisklinik gesichert ist“

Wolfratshausen – Bürgermeister Klaus Heilinglechner und Dritter Landrat Klaus Koch haben die jüngsten Beschlüsse des Kreistags zur künftigen Gesundheitsversorgung im Landkreis ausdrücklich begrüßt. „Wir sind auf einem guten Weg“, sagte Heilinglechner am Dienstagabend in der Bürgerversammlung in der Loisachhalle.

Kreistag hat klares Bekenntnis abgelegt

Wie berichtet hatte der Kreistag am Montag ein klares Bekenntnis zur Kreisklinik Wolfratshausen abgelegt. Allerdings stehen Geschäftsführung und Chefärzte in der Pflicht, maßgeblich an einem zukunftsfähigen Konzept mitzuwirken. „Die Chefärzte mit einzubinden, war mir sehr wichtig“, so Heilinglechner, der diese Ergänzung des Beschlusses in der Kreistagssitzung gefordert hatte.

Ich hoffe, die Wogen glätten sich nun. Die Stimmung war nicht immer so toll.

Klaus Heilinglechner

„Ich hoffe, die Wogen glätten sich nun“, meinte der Wolfratshauser Rathauschef rückblickend auf die emotionale Debatte in den vergangenen Wochen. „Die Stimmung war nicht immer so toll.“ Vor allem Landrat Josef Niedermaier, in Personalunion Vorsitzender des Aufsichtsrats der Kreisklinik, wurde zur Zielscheibe der Kritik – die hier und da die Grenzen zur ehrabschneidenden Beleidigung überschritt.

Mit guten Worten ist es nicht getan: Klinik muss wirtschaftlich gesunden

Der angestoßene Prozess „war wichtig“, bilanzierte Heilinglechner. Der Landkreis, der quasi „der Besitzer“ der Kreisklinik sei, habe tätig werden müssen, pflichtete ihm Koch bei. Er begrüße „das klare Bekenntnis zur Trägerschaft“ des Kreises. Doch mit guten Worten sei es nicht getan. Vollbracht werden müsse nun der Spagat: Die Kreisklinik gGmbH müsse wirtschaftlich gesunden – und parallel „eine hohe medizinische Qualität“ anstreben. In der Metropolregion München gebe es viele „Maximalversorger“, ergänzte Heilinglechner. Die Kreisklinik müsse gestärkt werden, um mit dieser Konkurrenz mithalten zu können.

Lesen Sie auch: Neben der Kreisklinik wurden auf der Bürgerversammlung viele andere Themen angesprochen: Surfwelle, Altstadtaufwertung und die S7-Verlängerung waren Teil der Debatte.

„Ich will nicht sagen, dass die Kreisklinik gesichert ist“, räumte der Rathauschef ein. Er appellierte an die Bürger, das medizinische Angebot vor ihrer Haustür anzunehmen: „Unterstützen Sie die Kreisklinik.“  cce    

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