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Gefährliche Stelle: Drei Kinder sind in jüngster Zeit zwischen Marienbrücke und Sebastianis teg in die Loisach gefallen. 

Horrorszenario für Eltern

Nach Stürzen in die Loisach: Grüne wollen Fahrradweg absichern

Drei Kinder sind in jüngster Zeit zwischen Marienbrücke und Sebastianisteg in die Loisach gefallen. Das soll sich nach dem Willen der Grünen nicht wiederholen. Sie planen eine Absicherung.

Wolfratshausen Es ist ein Horrorszenario für alle Eltern: Ein Kind fährt mit dem Fahrrad an einer Fluss-Böschung entlang. Dann verliert es die Kontrolle, kippt um und schlittert, nur von den am Boden schleifenden Armen gebremst, auf das Wasser zu. Was wie ein Albtraum klingt, wurde in Wolfratshausen kürzlich Realität. Entlang der Loisach – zwischen der Marienbrücke und dem Sebastianisteg – fehlt an vielen Stellen eine Holzabsperrung, die vor solchen Stürzen schützen kann. Die Stadtratsfraktion der Grünen möchte diesen Missstand nun beheben. Daher hat sie den Antrag gestellt, den Wegabschnitt abzusichern. Vollziehen sollen die Maßnahme die Stadtwerke der Kommune. An einem Teilstück des Weges steht bislang ein Holzgeländer. Nach Meinung der Grünen solle ein solches in Zukunft die komplette Strecke zwischen den Brücken abdecken. Am Mittwoch wird der Bauausschuss über das Ansinnen der dreiköpfigen Fraktion entscheiden.

Möglicherweise gab es sogar mehr solcher Unfälle

„Uns sind drei Unfälle bekannt, bei denen Kinder zwischen vier und acht Jahren in dem nicht abgesicherten Bereich mit dem Fahrrad in die Loisach gefahren sind“, berichtet Grünen-Sprecherin Anette Heinloth im Gespräch mit unserer Zeitung. Außerdem sei kürzlich ein Betrunkener an dem Fuß- und Radweg in die Loisach gefallen. „Glücklicherweise sind alle vier Vorfälle glimpflich ausgegangen, weil schnell Helfer zur Stelle waren“, sagt Heinloth.

Möglicherweise gab es sogar mehr solche Stürze. Das ist denkbar, weil derartige Unfälle nämlich in der Regel nicht aktenkundig werden. Das bestätigt Bauamtschef Dieter Lejko auf Nachfrage unserer Zeitung: „Wenn so etwas passiert, kriegen wir davon nur selten etwas mit.“ Die Absicherung der neuralgischen Stelle sei in der Vergangenheit bereits von einzelnen Bürgern gefordert worden, erinnert sich der Rathausmitarbeiter. Seinerzeit stand die Mehrheit des Stadtrats dem Vorhaben laut Lejko skeptisch gegenüber. „Dann müsste man rein theoretisch auch andere Stellen in Wolfratshausen ähnlich absichern.“ Mit Blick auf die Finanzen könne das – so die damalige Meinung des Gremiums – „richtig kritisch“ werden.

Dominik Stallein

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