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Neubaukomplex in der Wolfratshauser Altstadt: Projektleiter erläutert Stand der Dinge

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Von: Carl-Christian Eick

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Isar-Kaufhaus Wolfratshausen
Großbaustelle: Wo bis vor einigen Monaten in Wolfratshausen noch das Isar-Kaufhaus stand, wächst ein neues Wohn- und Geschäftshaus in die Höhe. © Sabine Hermsdorf-Hiss

An der Stelle des ehemaligen Isar-Kaufhauses in Wolfratshausen nimmt ein neuer Gebäudekomplex Konturen an. Jetzt äußert sich der Projektleiter zum Fertigstellungstermin.

Wolfratshausen – Fast zehn Jahre sind inzwischen ins Land gezogen, Ende 2012 schloss Geschäftsführer Frederik Holthaus das Isar-Kaufhaus in der Wolfratshauser Altstadt ab. Vorausgegangen war ein öffentlicher Streit über den künftigen Mietvertrag zwischen ihm und der Eigentümerin der prominenten Immobilie. Inzwischen ist die Kaufhaus-Ruine, die 2017 die Projektgesellschaft Untermarkt 7-11 gekauft hat, abgerissen. Das neue Wohn- und Geschäftshaus, das von der Grünwalder GmbH an der Stelle errichtet wird, nahm in den vergangenen Wochen sehr konkrete Formen an. „Es geht vorwärts“, sagt Projektleiter Frank Maiberger im Gespräch mit unserer Zeitung. Er klopft auf Holz: „Aktuell gibt’s nichts, was uns im Weg steht.“

Neubaukomplex in der Wolfratshauser Altstadt: Projektleiter erläutert Stand der Dinge

Der Investor hatte sich die Umsetzung des Vorhabens in Wolfratshausen problemfreier vorgestellt. Doch immer wieder gab’s Rückschläge, vor allem juristische Auseinandersetzungen mit den unmittelbaren Nachbarn kosteten Zeit, Nerven und ein gerüttelt Maß Geld. Schließlich kam’s zu einer gütlichen Einigung, im Sommer vergangenen Jahres begann für die Untermarkt 7-11 GmbH nach eigenen Angaben eine „planbare Bauphase“. Seither wächst das neue Gebäude Tag für Tag. Am Donnerstag wurde mithilfe von schwerem Gerät „die Decke über dem zweiten Obergeschoss betoniert“, erläutert Maiberger. Er geht derzeit davon aus, dass der Neubau im Frühjahr 2023 fertiggestellt ist. „Es gibt im Moment keine Behinderungen“, sagt der Projektleiter mit Blick auf akute Lieferengpässe, unter denen die Bauwirtschaft seit Monaten ächzt. „Toi, toi, toi.“

Untermarkt 7-11: Ankermieter wird Drogeriemarktkette Müller

Mit der Drogeriemarktkette Müller hat die Grünwalder GmbH einen sogenannten Ankermieter gefunden. Müller wird seine bestehende Filiale am Obermarkt 8 schließen – und will am neuen Standort ein deutlich größeres Sortiment anbieten. Zudem werden am Untermarkt 7-11 in der zweiten beziehungsweise dritten Etage Ärzte – ein Gerontologe und ein Urologe – einziehen. Beide sind laut Maiberger bereits in der Loisachstadt tätig, beide müssten nach eigenen Worten ihre angestammten Räume verlassen.

Start der Wohnungsvermietung voraussichtlich Anfang 2023

Für die verbleibenden fünf Wohnungen gibt es laut Projektleiter noch keine Mieter. Das hat einen einfachen Grund: „Wir starten mit der Vermietung erst, wenn man vor Ort etwas sehen kann“, so Maiberger. Das heißt: „Voraussichtlich Anfang des nächsten Jahres.“ Wie berichtet hatte der Bauausschuss des Stadtrats einer von der GmbH beantragten Nutzungsänderung zugestimmt, konkret der Einrichtung besagter Arzt-Praxen zulasten von Wohnungen. Maiberger hatte in der Sitzung des Fachgremiums Spekulationen einen Riegel vorgeschoben und betont, dass die Nutzungsänderung „das Haus noch einmal teurer“ für den Investor mache.

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Zugestimmt hatten die Mitglieder des Bauausschusses zudem einem Mobilitätskonzept. Die Untermarkt 7-11 GmbH setzt auf Car-Sharing sowie Lastenrad-Sharing – aus diesem Grund darf sie 18 Parkplätze weniger nachweisen, als laut Stellplatzschlüssel der Kommune für ein Objekt dieser Größenordnung vorgeschrieben ist. Auf ein Mobilitätskonzept setzen auch die Scherbaum-Unternehmensgruppe, Bauherr auf dem ehemaligen Kraft-Areal (jetzt Loisach-Quartier, kurz LOQ) östlich des S-Bahnhofs, sowie die Maro-Genossenschaft. Die Ohlstädter errichten an der Sauerlacher Straße ein Mehrgenerationenhaus.

Gibt‘s für den Neubau in der Wolfratshauser Altstadt schon einen Namen?

Ob der Neubaukomplex in der Altstadt einen prägnanten Namen bekommen wird, „darüber werden wir uns sicherlich mal Gedanken machen“, kündigt der Projektleiter an. Spätestens wenn das Baby getauft ist, ist das Isar-Kaufhaus in Wolfratshausen endgültig Geschichte.

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