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„Ich wollte eine authentische Atmosphäre schaffen“: Sepp Schwarzenbach hat viel Arbeit in seine Bar gesteckt.

Eröffnung beim Wirtefest am 15. September

Neue Location für Nachtschwärmer: So sieht das „Zeppelin“ in Wolfratshausen aus

Pünktlich zum Wirtefest am 15. September gibt‘s für Nachtschwärmer in Wolfratshausen eine neue Location. Wir durften schon einen Blick ins Innere des „Zeppelin“ werfen.

Wolfratshausen Wer die neue Bar am Hans-Urmiller-Ring betritt, fühlt sich ins Industriezeitalter zurückversetzt. Kupferrohre an der Decke, ein Tresen aus Backsteinen und überall Zeppelin-Bilder. Sepp Schwarzenbachs Lokal „Zeppelin“ ist komplett dem Luftschiff-Thema gewidmet. Er investierte mehrere Jahre in die Gestaltung der neuen Kneipe. Am 15. September möchte er das Nachtlokal eröffnen.

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Der Gästebereich ist in zwei Klassen unterteilt. Das steht auf einem Messingschild an der Wand. Besucher, die in der Ersten Klasse Platz nehmen, sitzen auf gemütlichen braunen Ledersofas und Sesseln. In der Zweiten Klasse müssen die Kunden mit ungepolsterten Holzstühlen und kargen Tischen vorliebnehmen. „Der Service ist natürlich für alle gleich“, sagt Schwarzenbach. Die Unterteilung in zwei Klassen ist lediglich dem Luftschiff-Thema geschuldet. Zu den Toiletten gelangt man durch grüne Spindtüren. An den Wänden hängen schwarz-weiße Hangar-Fotos, historische Luftaufnahmen und originale Werbeplakaten. Slogans wie „Nach Südamerika in drei Tagen“ und „A Trip to Germany“ stehen darauf.

„Ich wollte eine authentische Atmosphäre schaffen“, sagt Schwarzenbach, der auf einem Barhocker am Holztresen sitzt. Monatelang hat der 27-Jährige das Internet nach historischen Aufnahmen und Original-Plakaten durchforstet. Diese Liebe zum Detail erkennt man auf den ersten Blick. Tief hängende Leuchten, umgedrehte Holzkisten als Tische, uralte Lederkoffer in einer Diele gestapelt und Zeppelin-Logos auf den Biergläsern: Das alles findet sich in der 180 Quadratmeter großen Kneipe zwischen dem Restaurant Dalmatino und einem Casino. Die Lokalität gehört zum Turm-Gebäudekomplex im Besitz der LAGO GmbH.

Schwarzenbach hat dort bereits einige Jahre Erfahrung gesammelt. In einem Kellerraum führte er über zwei Jahre lang eine Shishabar. Parallel dazu widmete er sich jahrelang der Gestaltung seines neuen Lokals. Die ehemalige Bar hat er inzwischen geschlossen. Sie soll als Event-Location für Veranstaltungen dienen, die nicht in das Konzept des Luftschiff-Lokals passen. Dieses ist kurz umrissen Rock-, Funk- und Soul-Musik in gemütlicher Atmosphäre. „Ich möchte hier eine Kneipe schaffen, in der die Menschen kommunizieren“, erklärt Schwarzenbach. Feste Tischgesellschaften, die nicht miteinander ins Gespräch kommen, sind ihm ein Graus. „Die Gäste sollen sich mischen, neue Leute kennenlernen und so einen schönen Abend haben.“ Deshalb verzichtet er auf Tischbedienungen. Bier, Gin und Longdrinks holen sich die Zeppelin-Kunden an der Bar aus Backstein und Holz. Im Erdgeschoss gibt es nur wenige Hocker und einen Stammtisch. Die Kunden sollen stehen, um den ersten Kontakt zu erleichtern.

Auf der offenen Galerie im Obergeschoss geht es gemütlicher zu. „Hier können sich die Gäste an Tische setzen und unter sich bleiben“, sagt der 27-Jährige. Im sogenannten Maschinenraum daneben hängen Dartscheiben, in einer Ecke steht ein Tischkicker. Das Zeppelin strahlt mitten im Gewerbegebiet urige Kneipenatmosphäre aus.

Über 80 Gäste finden in den Räumlichkeiten Platz. Zur Eröffnung bietet Schwarzenbach bereits einen Höhepunkt: Am 15. September findet in Wolfratshausen das Wirtefest statt. Ein Hip-Hop-Künstler aus München soll zusammen mit drei Mundart-Musikern und Beatboxern im Zeppelin auftreten. Nach Mitternacht legen zwei DJs auf. Geöffnet ist die Bar künftig donnerstags bis sonntags. Am Freitag und Samstag ist um 5 Uhr Zapfenstreich, ansonsten um 1 Uhr. Dominik Stallein


Während die Bar bald aufmacht, hat anderswo ein Biergarten seit Monaten geschlossen.

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