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Zu Gast in Kenia: (v. li.) Brother Anselm, Alexander Künzel, Martin Schinagl, Robert Fetschele, Martin Brenninger und Abtpräses Jeremias Schröder.

Mehr Schlaglöcher als ebene Stellen

Neue Serie: St. Matthias zu Besuch in Kenia

Waldram – Eine Woche Afrika, eine Woche voller Eindrücke: Eine Gruppe des Waldramer Seminars St. Matthias besuchte in Kenia die Missionsstation in North Horr. Heute: Teil 1.

Den Anstoß gab Abtpräses Jeremias Schröder vom Benediktinerkloster St. Ottilien beim Matthiasfest 2015 in der Seminarkirche in Waldram: „Begleiten Sie mich doch einmal zu meinen Mitbrüdern nach Kenia.“ Aus der spontanen Idee wurde ein Plan, und Anfang 2016 war es soweit. Der scheidende Seminardirektor Martin Schnirch reiste mit Vertretern des Missionskreises St. Matthias aus den Reihen der Seminaristen nach Kenia, um unter anderem eines der vom Missionskreis unterstützten Projekte zu besuchen: die Missionsstation in North Horr. Sie erlebten eine Woche voller neuer Eindrücke. Ein Erlebnisbericht.

Die Abreise

Am Flughafen München sind wir nach der Gepäckabgabe erst einmal ins Internetcafé. Wir mussten eines unserer eVisa nochmals ausdrucken, da der Strichcode nicht lesbar war. Nach einer kleinen Stärkung waren wir in der Christophorus-Kapelle und feierten gemeinsam die Heilige Messe. An der Sicherheitskontrolle trafen wir Abtpräses Jeremias Schröder. Vor allem bei unseren beiden Erstfliegern stieg die Aufregung jetzt deutlich an. Jetzt heißt es: „Nächster Halt: Dubai.“

Die Ankunft

Auf dem Flughafen-Vorplatz haben uns der Direktor des Studienhauses, in dem wir in Nairobi untergebracht waren, sowie einer seiner Mitbrüder empfangen. In einem vollgepackten Kleinbus ging es zur Unterkunft. Alle 100 Meter eine Bodenwelle und teilweise mehr Schlaglöcher als ebene Stellen – diese Fahrt bot nicht nur erfreuliche Momente. Im Studienhaus wurden wir herzlich empfangen und über das Gelände geführt. Danach aßen wir gemeinsamen zu Abend. Nach dem Festmahl ging es zu den „Apostels of Jesus“. Deren Leiter führte uns über das Gelände, und wir erfuhren einiges über den Orden. Besonders faszinierend war die gigantische Nachbildung der Bundeslade.

Die erste Messe

Nach der Führung feierten wir die Jahresabschlussmesse, unsere erste afrikanische Messe. Es war etwas anderes, es war ungewohnt. Aber es war wunderschön zu sehen, mit welcher Begeisterung die Menschen hier am Gottesdienst teilnehmen. Musiziert wurde mit einer elektronischen Orgel, die einen lässigen Beat unterlegte, begleitet vom Gesang der Besucher. Etwas Besonderes waren auch die Tanzeinlagen junger Mädchen.

Die Fußgänger

Zu Fuß auf der Hauptstraße: Gehwege fehlen in Kenia. Auch auf der Stadtautobahn läuft man am Straßenrand.

Da Gehwege fehlen, benutzen Fußgänger oft die Straßen, auch die Stadtautobahnen. Man läuft am Rand der Straße, überquert diese und vertraut darauf, dass nichts passiert. Besonders schnell sind die Autos sowieso nicht – wegen den Bodenwellen.

von D. Klug, M. Brenninger, A. Künzel und F. Lang

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