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Platzprobleme: Der TSV Wolfratshausen, der BCF, der 1. FC Weidach und die DJK Waldram verlangen vom Stadtrat ein klares Bekenntnis zum Bau einer neuen Dreifachhalle in der Flößerstadt. Die zur Verfügung stehenden Hallenflächen reichen schon längst nicht mehr aus, stellt TSV-Vorsitzender Alfred Barth zum wiederholten Mal fest.

Wolfratshauser Vereine pochen auf Bau einer neuen Dreifachhalle

Neue Sporthalle in Wolfratshausen: Jetzt machen vier Vereine ernst

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Die Wolfratshauser Sportvereine wollen sich nicht mit einem „Wahlversprechen“ begnügen. TSV, BCF, FC Weidach und DJK Waldram verlangen einen Beschluss, dass eine neue Dreifachhalle gebaut wird.

Wolfratshausen – Der CSU-Fraktionsvorsitzende Günther Eibl hat den Stein ins Rollen gebracht. Er hat wie berichtet den Bau einer zweiten Dreifachturnhalle in der Flößerstadt vorgeschlagen. Beim Vorsitzenden des TSV Wolfratshausen, Alfred Barth, rennt Eibl offene Türen ein. Doch Barth verlangt, dass Nägel mit Köpfen gemacht werden – und hat aus diesem Grund ein breites Bündnis geformt.

„Ich bin ein Interessenvertreter“, stellt Barth fest. Er sei nicht von den TSV-Mitgliedern gewählt worden, „um von der Politik geliebt zu werden“. So legt Barth ein ums andere Mal den Finger in die Wunde. Die Hallenkapazitäten in Wolfratshausen reichen nach seinen Worten schon längst nicht mehr aus. Die Turnabteilung des TSV und die Handballspielgemeinschaft (HSG) Isar-Loisach seien im Nachwuchsbereich bereits zu Aufnahmestopps gezwungen.

Klare Ansage an den Wolfratshauser Stadtrat

Nun hat Barth einen „Aufruf“ an die vier Vorsitzenden der Stadtratsfraktionen geschickt. Hinter dem Vorstoß stehen neben dem TSV der BCF Wolfratshausen, der 1. FC Weidach sowie die DJK Waldram. Noch vor den Kommunalwahlen am 15. März 2020 erwarten die vier Vereine – mit insgesamt rund 4500 Mitgliedern – eine verbindliche Zusage, dass eine zweite Dreifachhalle errichtet wird. „Ja, wir wollen, dass der Stadtrat zeitnah einen Beschluss fasst“, sagt Barth im Gespräch mit unserer Zeitung. An Wahlversprechen „glauben wir nicht“, die vier Vereine „wollen nicht länger vertröstet werden“. Barth erinnert an eine Rechnung, die Fritz Schnaller (SPD) während der Sportlergala der Stadt aufgemacht hatte: Der Vize-Bürgermeister hat unterm Strich 7000 Sportbegeisterte in der Loisachstadt gezählt, die zum Großteil in Vereinen organisiert sind. „Wer 7000 Sportler ignoriert, begibt sich auf dünnes Eis“, lässt Barth die Kommunalpolitiker wissen.

Die Sporthallen in Wolfratshausen (die Dreifachhalle am Hammerschmiedweg, die Halle in Weidach, die Mehrzweckhalle in Farchet sowie die Halle in Waldram) „sind in den Kernzeiten seit langem aus- und überlastet“, sagt Barth. Die Vereine könnten auf der anderen Seite den Zustrom an Sportlern, insbesondere von Kindern und Jugendlichen, „nicht mehr auffangen“. Der TSV-Chef weist in diesem Zusammenhang auf die „herausragenden gesellschaftlichen Aufgaben“ hin, die die Sportvereine erfüllen – seine Stichworte lauten Gesundheitsprävention und Integration.

Einige umliegende Kommunen gehen in den Augen Barths mit gutem Beispiel voran: Die Stadt München plane den Bau von zehn neuen Sporthallen, in Geretsried errichtet der Landkreis derzeit eine Dreifachhalle mit einer Tribüne für gut 220 Zuschauer, in Bad Tölz ist der Abriss einer alten und der Neubau einer Schulsporthalle an der Stelle beschlossen.

Barth und seine Mitstreiter fordern in dem Brandbrief an die vier Fraktionssprecher, ihrer „Verantwortung gerecht zu werden“. Der Bau einer zusätzlichen Dreifachhalle müsse für den Stadtrat eine „Verpflichtung“ sein – die Umsetzung erwarten TSV, BCF, FC Weidach und die DJK Waldram „zeitnah“.

Doch eine Dreifachhalle in Waldram möglich?

CSU-Fraktionschef Eibl geht davon aus, das eine neue Dreifachsporthalle zehn bis zwölf Millionen Euro kostet. Für Barth ist das kein K.-o.-Kriterium: „Jetzt ist die beste Zeit für eine Entscheidung, in der Zukunft wird es sicher teurer.“ Als möglichen Standort hat Eibl die Tartan-Sportfläche an der Grund- und Mittelschule am Hammerschmiedweg vorgeschlagen. Mittlerweile hat sich auch die Schulleitung von St. Matthias bei Bürgermeister Klaus Heilinglechner (Bürgervereinigung) gemeldet: Das Erzbischöfliche Ordinariat prüfe die Möglichkeit, eine Sporthalle auf dem Grundstück der Schule in Waldram zu errichten. Der Haken: Voraussichtlich könnte es nur eine Zweifachhalle werden. Für Eibl ist das keine Option: „Darin können keine Punktspiele oder Wettbewerbe stattfinden.“

Einen Grundsatzbeschluss hält Heilinglechner für überflüssig: „Wir prüfen ja bereits zwei Standorte.“ Es sei zielführender, im Anschluss eine konkrete Entscheidung zu treffen. Mit Blick auf den Standort Waldram verrät der Bürgermeister, dass der Bau einer Dreifachhalle dort nicht ausgeschlossen erscheine. „Dazu ist das letzte Wort noch nicht gesprochen.“ cce

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