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Herausgeputzt: Franziska und Daniel Diessl haben heuer unter anderem die aus dem Grimm-Märchen „Der gestiefelte Kater“ bekannte Mühle neu angelegt.  

modernisierungen vor dem saisonstart 

Neuer Glanz im Märchenwald

Der Märchenwald bleibt seinem Namen treu. Zwei Erzählstationen wurden vor der Saison modernisiert und neu gestaltet. Einige Fahrgeschäfte haben einen neuen Anstrich. 200 gepflanzte Bäume sollen den Wald-Charakter erhalten.

Wolfratshausen – Unter den rotierenden Blättern der Mühle taucht ein Kater auf. Er trägt einen Umhang und Stiefel. Woher diese Figur stammt, ist schnell klar: Es ist der gestiefelte Kater aus dem gleichnamigen Märchen der Gebrüder Grimm. Die Figur spricht und lädt die Passanten in die Mühle ein, in der sie die Geschichte anhören können. Eine Fackel flackert an der Wand des neu errichteten Gebäudes. Auf Knopfdruck werden die kleinen Puppen hinter einer Glaswand lebendig. Und eine sonore Stimme erzählt von dem Müller, seinen drei Söhnen und einem sprechenden Stubentiger.

Von 17 Stationen werden jedes Jahr ein paar renoviert

„Die Mühle haben wir neu angelegt“, berichtet Märchenwald-Chef Daniel Diessl. Jedes Jahr renoviert der 42-Jährige zusammen mit seinen Mitarbeitern ein, zwei oder drei der insgesamt 17 Stationen. Außer dem Neubau im Schatten der beliebten „Oachkatzel-Bahn“, dem rasantesten Fahrgeschäft des Themenparks an der Kräuterstraße, wurde heuer die Dornröschen-Station aufgefrischt. Neu gestaltete Puppen bewegen sich inmitten einer kleinen Schlossmauer zur Erzählerstimme.

Die Grimm’schen Märchen sind das Herzstück des Wolf-ratshauser Freizeitparks. „Vor allem bei den jüngeren Besuchern ist das Angebot noch immer sehr beliebt“, sagt Franziska Diessl. „Die älteren Kinder wollen natürlich Achterbahn fahren.“ Deshalb wurde an einigen Fahrgeschäften gearbeitet. Der „Astronautentester“, mit dem die Besucher Loopings auf einer kleinen Rundfahrt machen, erhielt einen komplett neuen Anstrich. Auch die Figuren der Wildschwein- und der Pferdereitbahn wurden erneuert.

Bäume spenden Schatten

Sommerhitze trübt das Vergnügen nicht: Der gesamte Weg durch den Märchenwald ist von Bäumen gesäumt. Zwischen den vielen, hoch gewachsenen Laub- und Nadelbäumen findet man immer wieder kleinere Sprösslinge. „Der Märchenwald soll Wald bleiben“, erklärt die 32-jährige Geschäftsführerin. Deshalb wurden im Themenpark 150 Föhren und 50 Fichten zusätzlich angepflanzt. Auch ein Grund dafür waren die Folgen eines Eschentriebsterbens, mit denen die Betreiber des Freizeitparks zu kämpfen hatten. „Außerdem wachsen nur wenige Nadelbäume nach“, berichtet Daniel Diessl. Da der Park aber seit jeher ein Mischwald ist, habe man eben mit den Neupflanzungen nachgeholfen.

Seit Anfang April ist der Märchenwald offen. Bislang ist Diessl mit dem Besucherandrang zufrieden. „Es läuft ganz gut an“, sagt er. An Spitzentagen kommt es in Farchet zu einem Parkplatzproblem. Das könnte sich noch verschärfen. Die große Stellfläche vor dem benachbarten Isar-Loisach-Stadion wird demnächst umgebaut (wir berichteten). Märchenwald-Geschäftsführer Diessl bleibt dennoch gelassen: „Es sind nicht so viele Parkplätze, die in dieser Zeit nicht zur Verfügung stehen.“ An Wochenenden können die Freizeitpark-Besucher zudem auf den 330 Pkw fassenden Parkplatz der Firma Eagle-Burgmann ausweichen. Lediglich unter der Woche müssen sich Autofahrer, die sonst vor dem Sportstadion hätten parken können, einen anderen Platz suchen.

Dominik Stallein

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