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Der neue KIL-Vorstand: (v. li.) vorne die Vorsitzende Assunta Tammelleo mit ihrer Stellvertreterin Andrea Weber, dahinter Schriftführerin Friederike Krüger, Schatzmeister Klaus Weber, Kassenprüferin Gunda Gürtler und Beisitzerin Gabriele Skarda. 

Kultuverein Isar-Loisach (KIL)

Neues Führungsduo bei den Kulturschaffenden

Der Kulturverein Isar-Loisach (KIL) hat eine neue Führung. Assunta Tammelleo und Andrea Weber werden sich in Zukunft für die Belange der Kultur starkmachen. 

Wolfratshausen – Aus beruflichen und familiären Gründen haben Nuray Kalkan und Georg Weidlich ihre Vorstandsämter im Kulturverein Isar-Loisach (KIL) niedergelegt. Ihre Nachfolgerinnen waren in der Mitgliedsversammlung am Freitagabend im Wirtshaus Flößerei schnell gefunden: Einstimmig wählten die 21 anwesenden Mitglieder per Akklamation die bisherige kommissarische stellvertretende Vorsitzende Assunta Tammelleo zur Vorsitzenden. Unterstützt wird sie von ihrer neuen Stellvertreterin Andrea Weber sowie Schatzmeister Klaus Weber und Schriftführerin Friederike Krüger.

„Kultur hat hier nach wie vor einen schweren Stand und wird im Vergleich zu Sportvereinen oder sozialen Organisationen deutlich weniger bezuschusst“, bilanzierte Tammelleo. Dabei hat sich seit der Gründung des Vereins vor fünf Jahren nicht nur die Mitgliederzahl von 22 auf 44 verdoppelt. Auch die Aktivitäten haben sich mehr als verdreifacht. Zu den größten Erfolgen zählen die Etablierung des Kleinkunstfestivals „PiPaPo“ in der Geltinger Kulturbühne Hinterhalt sowie die „Rettung“ des letztjährigen Geretsrieder Kulturherbsts. Wie berichtet hatten die KIL-Mitglieder nach der Insolvenz des Veranstalters Florian Zwipf-Zaharia in kurzer Zeit ein Ersatzprogramm auf die Beine gestellt und so dafür gesorgt, dass viele von der Absage bedrohten Veranstaltungen doch noch stattfinden konnten. Diese Energieleistung dürfte einer der Hauptgründe sein, dass die anfangs noch kaum wahrgenommene Arbeit der ehrenamtlichen Kulturförderer mittlerweile auch von den Geretsrieder Stadträten und dem Bürgermeister anerkannt wird. Dass die von der Stadt bewilligten Zuschüsse stetig stiegen, scheint da nur konsequent zu sein. So werden die kommenden „Geretsrieder Kulturtage PiPaPo“ (18. bis 26. November) immerhin mit 25 000 Euro gefördert. Doch so sehr sich die KIL-Mitglieder auch über diesen Betrag freuen – er erschwert auch die Sponsorensuche. „Viele Unternehmen glauben, dass damit alle Ausgaben gedeckt sind und ihre finanzielle Unterstützung nicht mehr notwendig ist“, erklärte Tammelleo. Dabei sind die Ausgaben für Plakatdruck, Gagen, Requisiten, Catering, Künstler-Betreuung und Werbe-Aktionen nicht zu unterschätzen. Hinzu kommen unzählige ehrenamtliche Arbeitsstunden.

Beim Firmenlauf werden die KIL-Damen mitmachen

Obwohl KIL ein in Geretsried eingetragener Verein ist, erstrecken sich die Aktivitäten weit über die Stadtgrenzen hinaus. Bewährt hat sich vor allem die Zusammenarbeit mit dem Historischen Verein Wolfratshausen. Jüngster Beweis: die Gedenkveranstaltung zur Bücherverbrennung in der Loisachhalle, bei der Künstler und Schüler an die Verbrechen des Nationalsozialismus erinnerten. Dr. Sybille Krafft, Vorsitzende des Historischen Vereins und des Waldramer Badehausvereins kündigte an, auch in Zukunft mit KIL zu kooperieren. Möglich sei dies beispielsweise bei einer Wiederbelebung der „Wolfratshauser Wohnzimmerkonzerte“, die auch im Waldramer Badehaus stattfinden könnten. Wer die KIL-Mitglieder in Aktion sehen will, hat dazu beim Oberland-Firmenlauf am Mittwoch in Geretsried Gelegenheit: Sie werden nicht nur in auffälligen Kostümen mitlaufen sondern als vielstimmiger Sirenenchor auf der Showbühne drei Lieder zum Besten geben. Peter Herrmann

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