Das neue Ligensystem lässt noch auf sich warten, ob die Waldramer um Fabian Raic (li.) und Luis Jendrzejs Lenggrieser aber in einer „normalen“ Kreisliga-Saison aufeinandertreffen, ist dennoch fraglich.
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Das neue Ligensystem lässt noch auf sich warten, ob die Waldramer um Fabian Raic (li.) und Luis Jendrzejs Lenggrieser aber in einer „normalen“ Kreisliga-Saison aufeinandertreffen, ist dennoch fraglich.

FUSSBALL

Neues Spielsystem im Kreis Zugspitze startet erst zur Saison 2022/23

  • Simon Nutzinger
    vonSimon Nutzinger
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Zu viele Unwägbarkeiten: Das neue Spielsystem, mit dem die Fußballer im Kreis Zugspitze ab 1. August in die Saison starten sollten, wird erst im nächsten Jahr eingeführt.

Bad Tölz-Wolfratshausen – Heinz Eckl hatte es nach der Abstimmung vor gut einem Monat bereits als Option in den Raum gestellt, nun ist es offiziell: Das neue Spielsystem für den Amateurfußball im Kreis Zugspitze, für das etwas mehr als zwei Drittel der Vereine votiert hatten (wir berichteten), startet nicht wie ursprünglich geplant zur neuen Saison, sondern erst ein Jahr später, also zur Spielzeit 2022/23. Das Pilotprojekt, das Eckl als Kreisspielleiter gemeinsam mit ausgewählten Funktionärskollegen und Vereinsvertretern in zahlreichen Arbeitsstunden aus der Taufe gehoben hatte, ist vorerst für zwei Saisons geplant. Dabei sollen die Teams von der C-Klasse bis zur Kreisliga in kleinere, regionale Gruppen mit sieben oder acht Mannschaften unterteilt werden. Diese spielen bis zur Winterpause ihre Tabellen aus. Die besten drei bis vier Teams kommen danach in eine Aufstiegs-, die restlichen in eine Abstiegsrunde. Beide sollen im Frühjahr ausgetragen werden. Am Ende geht es für die bestplatzierten Klubs der Aufstiegsrunden eine Spielklasse höher, die Letzten der Abstiegsrunden treten den Gang nach unten an. Die jeweils Zweiten beziehungsweise Vorletzten müssen in die Relegation.

Dies alles schon in der kommenden Spielzeit umzusetzen, hält Eckl in Zeiten der Pandemie für höchst fraglich. Gemeinsam mit seinen Gruppenspielleitern Erhard Mach, Anton Lechermann und Bernd Reiser entschied er daher, das Ganze ein Jahr nach hinten zu verschieben. „Wir wollen das Projekt nicht schon zu Beginn sterben lassen“, betont Eckl. Zu unsicher sei aktuell die Lage rund um den Amateurfußball. Niemand wisse – trotz aktuell niedriger Infektionszahlen –, ob und wie die Saison im August gestartet werden kann. „Vielleicht kommt ja noch die vierte Welle, wer weiß das schon?“, gibt Eckl zu bedenken. Lieber ist es ihm, erst ein Jahr später zu beginnen. „Dann aber gescheit.“ Neben allen Unwägbarkeiten spricht auch die Situation in den beiden Kreisligen gegen einen jetzigen Start des Pilotprojekts. Für einen reibungslosen Ablauf ohne zu viele spielfreie Wochenenden bräuchte es Minimum 28 Kreisligisten. Aktuell gibt es jedoch nur 27, da Denklingen und Otterfing in die Bezirksliga aufsteigen, von dort jedoch kein Absteiger aus dem Kreis Zugspitze kommt. Normalerweise würde Eckl bei einer solchen Konstellation die Verlierer der Abstiegsrelegation zur Kreisklasse um den frei gewordenen Platz spielen lassen. Da die Relegation jedoch heuer entfällt, ist das nicht möglich. Willkürlich ein Team zu bestimmen, das in der Kreisliga bleiben darf, ist für den Spielleiter aus Altenstadt keine Option. Er unterstreicht: „Das wäre allein schon sportgerichtlich nicht haltbar.“

Fest steht: Das neue Spielsystem wird im Kreis Zugspitze in der kommenden Saison noch keine Anwendung finden. Dass stattdessen alles so läuft wie bisher, sprich mit „normaler“ Hin- und Rückrunde ohne Auf- und Abstiegsrunde, ist deshalb nicht gesagt. Eckl verweist auf eine Arbeitsgruppe des Bayerischen Fußball-Verbands (BFV), die derzeit ergebnisoffen darüber diskutiert, wie die Saison möglichst Corona-sicher vonstattengehen soll. „Da ist vieles möglich“, betont er. Mit einem Ergebnis rechnet er in „zwei bis drei Wochen“.

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