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Grüß Gott, die Fahrkarten bitte: Eine Wolfratshauserin (19) konnte dieser Aufforderung nicht nachkommen. Sie saß mehrfach ohne Ticket in der S 7.

Sechs Mal ohne Ticket:

Notorische Schwarzfahrerin (19) muss hinter Gitter

Wolfratshausen – Sechs Mal innerhalb von vier Monaten ist eine Schülerin (19) aus Wolfratshausen beim Schwarzfahren in der S-Bahn erwischt worden. Jetzt griff der Jugendrichter hart durch.

Sechs Mal innerhalb von vier Monaten ist eine Schülerin (19) aus Wolfratshausen beim Schwarzfahren in der S-Bahn erwischt worden. Nun hat die junger Frau zwei Wochenenden lang im Jugendgefängnis Zeit, darüber nachzudenken, warum man so etwas nicht macht. Das hatte ihr Jugendrichter Urs Wäckerlin auch schon in der Verhandlung mehr als deutlich zu verstehen gegeben.

„Das, was Sie machen, bedeutet, dass alle anderen für Sie mitzahlen, um den Betrieb der Bahn zu finanzieren“, sagte er. „Sie bereichern sich auf Kosten anderer. Das geht so nicht. Noch dazu sechs Mal in vier Monaten – das ist bodenlos.“ Er machte kein Hehl daraus, dass er die sechs Mal, bei denen die 19-Jährige im Juni, Juli und Oktober vorigen Jahres meist in der S7 ertappt worden war, nur für die Spitze des Eisbergs hält. „Die Häufigkeit spricht dafür, dass Sie nie eine Fahrkarte kaufen, wenn sie in die S-Bahn einsteigen“, sagte er.

Die Schülerin entschuldigte ihr Fehlverhalten damit, dass ihre in München lebende, schwangere Schwester dringend Hilfe gebraucht habe. Für die Staatsanwältin legten einige Tatzeitpunkte, nämlich Freitag- und Sonntagabend, „eher den Verdacht ans Feiern nahe“. Diesem Vorwurf widersprach die Angeklagte vehement. Feiern oder gar einen Freund verbiete in ihrem Alter schon allein ihr Glaube.

Auch wenn es sich beim Schwarzfahren vielleicht nicht um „Vergnügungsfahrten“ gehandelt habe: Die Staatsanwältin hatte kein Verständnis. „Sich zwei Mal an einem Tag erwischen zu lassen, das ist ein bissen dämlich, wenn ich das mal so sagen darf.“ Sie beantragte, als erzieherische Maßnahme gegen die 19-Jährige einen Freizeitarrest zu verhängen. Der Richter packte noch einen zweiten Wochenendarrest drauf. „Sich auf diese Weise auf Kosten anderer zu bereichern, ist nicht zu akzeptieren“, sagte Wäckerlin in seiner Urteilsbegründung.

Dabei spielte eine nicht unerhebliche Rolle, dass die junge Frau bereits zwei Vorahndungen in die Verhandlung mitgebracht hatte. Zuletzt war sie im Februar 2014 wegen Diebstahls und Betrugs zu Sozialstunden verurteilt worden. Weil sie die Stunden damals erst nach Ablauf der vorgegebenen Frist abgeleistet hatte, war gegen sie ein Ungehorsamsarrest verhängt worden. Fünf Tage verbrachte sie deshalb bereits im Jugendgefängnis. Die Schülerin nahm das Urteil an.

rs

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