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Antrag abgelehnt: Der Bauausschuss wünscht sich mehr Details zum geplanten Operationszentrum. 

Bauausschuss Wolfratshausen

Null Stimmen für neues OP-Zentrum

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Eie private Klinik will das Gewerbegebiet verlassen. Der Bauausschuss hält den neuen Standort in der Nähe des Wertstoffhofs allerdings für problematisch – und vermisst Detail-Infos.

Wolfratshausen – Der Betreiber einer privaten Klinik in der Flößerstadt geht schon seit Jahren mit der Idee schwanger, seinen angestammten Standort im Gewerbegebiet zu verlassen. Für den Bau eines neuen, größeren Ärztehauses hatte er bereits verschiedene Grundstücke in Wolfratshausen im Auge – doch die Pläne zerschlugen sich aus verschiedenen Gründen. Nicht zuletzt, weil die Stadträte den entsprechenden Antrag auf Vorbescheid ablehnten. Nun unternahm der Mediziner einen weiteren Versuch – doch die Mitglieder des Bauausschusses senkten nach kurzer Debatte unisono den Daumen.

Dem Gremium lag in der jüngsten Sitzung am Mittwochabend der Antrag auf Vorbescheid vor, an der Geltinger Straße ein ambulantes Operationszentrum mit drei bis vier Arztpraxen errichten zu dürfen. Laut Betriebsbeschreibung „sollen ambulante und kurzstationäre Operationen durchgeführt werden“, erläuterte Bauamtsleiter Dieter Lejko. Das Gebäude soll zudem eine Aufwachstation sowie „Nachbetreuungsbetten“ beherbergen.

„Etwas heikler Antrag“

Ein „etwas heikler Antrag“, stellte der Fraktionsvorsitzende der Bürgervereinigung Wolfratshausen (BVW), Josef Praller, fest. Das Grundstück liege im Geltungsbereich eines Bebauungsplanes, der ein „Sondergebiet für Freizeit und Erholung“ festsetze. Zulässig seien „Anlagen für sportliche, kulturelle, soziale und gesundheitliche Zwecke“. Konkret stehe die Idee im Raum, dort einen Übungsplatz für die Feuerwehren und einen Volksfestplatz anzulegen, sagte Praller. Nicht zu vergessen die beabsichtigte Erweiterung des kommunalen Wertstoffhofs.

Die besagte Nutzung des städtischen Areals bedeute „Geruch und Lärm“, gaben die CSU-Vertreter Richard Kugler und Peter Plößl zu bedenken. Sie könnten sich schwer vorstellen, dass der Standort für ein OP-Zentrum mit Ruheräumen in der Nachbarschaft optimal sei. „Die CSU-Fraktion sieht das kritisch, ich persönlich lehne den Antrag ab – es gibt ja auch schon ein Ärztehaus“, erklärte Kugler.

Einstimmig abgelehnt

Gerlinde Berchtold (SPD) unterstellte dem Antragsteller, dass er wisse, dass die Stadt an der Grenze zu Gelting einen Feuerwehrübungsplatz und möglicherweise einen Volksfestplatz anlegen wird. Das könne er so nicht unterschreiben, intervenierte Bürgermeister Klaus Heilinglechner. Die Erfahrung zeige, „dass sich Leute am Untermarkt oder an der Bahnhofstraße eine Wohnung kaufen“ und sich anschließend im Rathaus über den Verkehrslärm beschweren würden.

Heilinglechner und Berchtold stimmten in einem anderen Punkt überein: Beide hätten sich mehr Details zum Projekt, zum Beispiel zu den Stellplätzen, vom Antragsteller gewünscht. Ungeklärt sei zudem, ob ein privates Ärztehaus im Sinne des Bebauungsplans eine „Anlage für gesundheitliche Zwecke“ sei.

Das Ergebnis: Der Bauausschuss lehnte den Antrag einstimmig ab.

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