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Früher Lehrmeister und Schüler, nun Titelkonkurrenten: Andi Brunners (li.) FC Penzberg und Ralf Zahns DJK Waldram spielen am kommenden Sonntag um die Kreisliga-Meisterschaft und den direkten Aufstieg in die Bezirksliga. 

Fußball

Offensivkraft gegen Bollwerk

Penzberg/Waldram - Am Sonntag spielt die DJK Waldram beim FC Penzberg im direkten Duell um die Meisterschaft in der Kreisliga - Gespräch mit beiden Trainern

Showdown in der Kreisliga: Am Sonntag, 5. Juni, 15 Uhr, geht es für den FC Penzberg und die DJK Waldram im direkten Duell um die Meisterschaft und den direkten Aufstieg in die Bezirksliga. Für die Gäste aus Waldram gibt es kein Taktieren, sie müssen gewinnen. Spitzenreiter Penzberg genügt ein Punkt. FC-Trainer Andi Brunner und DJK-Coach Ralf Zahn kennen sich sehr gut, letzterer spielte selbst noch aktiv unter Brunner beim TuS und beim BCF. Unser Mitarbeiter Heinz Richter sprach mit beiden Übungsleitern vor dem großen Finale.

-Herr Zahn, Herr Brunner, Sie haben beide ein turbulentes Jahr hinter sich. Wenn Sie am Sonntag das letzte Spiel verlieren sollten, wie große wäre die Enttäuschung?

Zahn: Zunächst einmal wäre ich schon enttäuscht. Aber das würde nicht lange anhalten. Dann schaue ich wieder nach vorne. Immerhin haben wir auch als Verlierer noch die Möglichkeit, über die Relegation in die Bezirksliga aufzusteigen. Wir haben eine traumhafte Saison gespielt, in der wir nur zwei Niederlagen einstecken mussten. Das ist sensationell.

Brunner: Sollten wir tatsächlich verlieren, freue ich mich für meinen ehemaligen Spieler Ralf und gratuliere ihm zum Aufstieg. Natürlich wäre ich nach einer tollen Aufholjagd meiner Mannschaft in der Rückrunde enttäuscht, aber dann würden wir versuchen, über die Relegation der DJK in die Bezirksliga zu folgen.

-Seit neun Spielen ist der FCP ungeschlagen, Waldram hat sogar 16 Mal in Serie nicht verloren. Am Sonntag trifft mit dem FC der stärkste Sturm auf die DJK mit der besten Abwehr der Liga. Was spricht für einen Sieg Ihrer Mannschaft?

Zahn: Penzberg ist zwar individuell mit stärkeren und höherklassigen Spielern besetzt, aber wir werden uns als geschlossene Mannschaft dagegenstemmen. Ich habe eine disziplinierte und sehr trainingsfleißige Einheit mit einem ausreichenden Kader. Wir wissen ganz genau, was in Penzberg auf uns zukommt. Wir müssen dagegenhalten mit unseren Qualitäten, die in der Defensive liegen.

Brunner: Für uns spricht die Rückrunde, in die wir mit einem gehörigen Rucksack gegangen sind. Wir waren sechs Punkte im Rückstand. Inzwischen sind wir stabiler geworden, meine Spieler haben sich weiterentwickelt. Deshalb glaube ich, dass die letzten Wochen für uns sprechen.

-Wie gehen Sie rein sportlich das Match an? Auf wen müssen Sie beim Gegner besonders aufpassen?

Zahn: (lacht): „Auf alle, denn wir wissen, dass Penzberg gerade in der Offensive enorm stark besetzt ist. Dort spielen schon außergewöhnliche gute Fußballer. Einen Torjäger wie Franz Fischer mit seinen 36 Treffern werden wir natürlich nicht frei in unserem Strafraum herumlaufen lassen. Aber auch auf die anderen müssen wir Acht geben. Der FC hat mit 78 Toren die meisten der Liga erzielt. Unser Nachteil könnte sein, dass wir gewinnen müssen. Trotzdem werden wir Andis Team nicht ins offene Messer laufen. Wir müssen aber auch mit größerem Risiko spielen, denn ein Unentschieden hilft uns nichts. Im schlimmsten Fall verliere ich halt.

Brunner: Wir haben Waldram schon ein paar Mal beobachtet. Die DJK hat vor allem im Sturm mit Bernhard Kresta, Michael Bochnig und Marley Amanquah sehr viele gute Spieler. In der Defensive sind die Waldramer fantastisch organisiert. Sie haben zudem eine gute Mischung aus routinierten und sehr guten jungen Spielern. Dazu haben sie mit Markus Kresta einen tollen Torwart. Wir haben großen Respekt vor diesem eingeschworenen Haufen. Daran hat auch der Ralf als Trainer einen großen Anteil. Er weiß natürlich auch, wie wir spielen und wird seine Mannschaft sehr gut auf uns einstellen.

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