Lage ernster als erwartet: Brand an der Wiesn breitet sich aus

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Das größte Volksfest der Welt: Am Samstag, 22. September, startet das Oktoberfest auf der Münchner Theresienwiese. Vertreten sind dort auch Künstler und Musiker aus dem Landkreis.

Auch der Landkreis bereitet sich aufs Oktoberfest vor

Oktoberfest 2018: Diese Wolfratshauser und Geretsrieder fahren zur Wiesn

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Bald geht‘s los: In München laufen die Vorbereitungen für das Oktoberfest. Und auch in Wolfratshausen und Geretsried stehen einige in den Startlöchern. Einige aus dem Landkreis fahren zur Theresienwiese.

Wolfratshausen– Bier, Hendl, Trachten – und auch ein bisschen Ballermann. Mit dem Einzug der Wiesn-Wirte startet am Samstag, 22. September, auf der Münchner Theresienwiese das größte und lauteste Volksfest der Welt. Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter wird das 16-tägige Spektakel um 12 Uhr offiziell eröffnen, indem er mit – im besten Fall – zwei Hieben im Schottenhamel das erste Fass Bier ansticht. Mit von der Partie sind beim Oktoberfest und der parallel laufenden, etwas traditionelleren und kommoderen Oid’n Wiesn auch Menschen aus dem Landkreis.

Hans Spindler Der Deininger ist im Münchner Rathaus Chef der Wiesn-Organisation.

Hans Spindler ist Herr über das große Ganze: Der Deininger Verwaltungswirt leitet im Münchner Rathaus in der Abteilung für Arbeit und Wirtschaft den Fachbereich Veranstaltungen. Als solcher organisiert er die Auer Dult, den Christkindlmarkt – und eben das Oktoberfest. Und das ist ein Ganzjahresjob. „Ist die Wiesn vorbei, geht sie für uns schon wieder von vorne los“, sagt der 57-Jährige. Dann schreiben er und seine Mitarbeiter die Stände und Gastronomiebereich fürs kommende Jahr aus. „Wir erhalten zwischen 1300 und 1400 Bewerbungen. Die sichten und bewerten wir, bevor der Stadtrat darüber entscheidet.“ Mit dem Festzug der Schützen und Trachtler hat Spindler jedoch nichts zu tun. „Darum kümmert sich der Verein Festring München.“

Und genau bei dem bewarb sich vor zwei Jahren die Kolpingfamilie Wolfratshausen. Mitglied Franz Stammler hatte die Vision, dass seine Kolpinger mit den restaurierten Zunftstangen beim Festzug mitlaufen. Nach der Absage für 2017 klappt es heuer. Am Samstag, 23. September, dürfen die Wolfratshauser mitmarschieren. Hintergrund der Bewerbung: Der Verein kümmert sich seit Jahren um den Erhalt der Wolfratshauser Zunftstangen. Die „sind vom Alter und Zustand her im Alpenvorland einzigartig und zu schön, um sie zu verstecken“, schwärmt Stammler.

Intendant Siegfried Böhmke ist mit seinem Münchner Marionettentheater nach 2017 heuer erneut vertreten. An 16 Tagen geben er und sein Ensemble auf der Oid’n Wiesn 107 Vorstellungen. Für die Kinder spielen Böhmke und Co. den Circus Kunterbunt, „für unsere internationalen Gäste eine Las-Vegas-Show“. Im Gepäck sind aber auch zwei bayerische Klassiker: der Brandner Kaspar und der Münchner im Himmel. Beim Festumzug rollen die Puppenspieler übrigens auch mit einem Festwagen vom Max-II-Denkmal in der Maximilianstraße zur Schwanthalerhöhe. „Der Aufbau stammt von uns, das Gestell und die Pferde bekommen wir aus Deisenhofen“, sagt der Wahl-Eglinger.

Nur noch knapp eine Woche, dann startet das Oktoberfest 2018. Wir verraten Ihnen, wie Sie sich trotzdem noch Plätze in den Zelten sichern können.

Was wäre ein Trachten- und Schützenumzug ohne Musik? Richtig, nichts. Zwei der Gruppen, die die sicher vielen Schaulustigen auf den Straßen unterhalten werden, kommen aus der Region. So der Geltinger Spielmannszug, der im zweijährigen Rhythmus mitläuft – nach 2016 also heuer erneut. „Wir sind mit etwa 35 Leuten dabei, sagt Johann Waldherr, als Tambourmajor der musikalische Leitzer der Truppe. Die Musikkapelle Münsing hatte sich ebenfalls beworben und ist laut Vorstand Michael Huber „wie eigentlich fast jedes Jahr“ wieder eingeladen worden. 35 Mann der Münsinger unterhalten das Publikum auf dem Weg zur Festwiese mit Marschmusik.

Alle zwei Jahre ist Ludwig Schmid mit der Gartenberger Bunkerblasmusik als Teil einer Egerländer Gruppe beim Festumzug mit von der Partie – „heuer ist allerdings ein Pausenjahr.“ Trotzdem ist der Bäckermeister aus Geretsried mit seiner Klarinette auf der kommenden Wiesn – genauer gesagt auf der Oid’n Wiesn – vertreten: „Dort tritt eine Tanzgruppe der Eghalanda Gmoi auf. Und da’s zum Tanzen Musik braucht, spielen dort der Kurt Frankenberger mit seinem Akkordeon, der Roland Hammerschmied mit der Klarinette und ich.“

Für beste Laune unter den Wiesn-Besuchern will einmal mehr Hans Ketelhut alias der Bayern-Hans sorgen. Als Alleinunterhalter macht der Geretsrieder die ganzen 16 Festtage zwischen 12 und 17 Uhr mit Liedern und Sketchen Programm. Er tritt im kleinen Stiftl- neben dem großen Löwenbräu-Zelt auf. Sein Repertoire ist allerdings eine Spur ruhiger, traditioneller als das, was an den Abenden läuft. Sein „Alleinstellungsmerkmal sind Gstanzl, die ich an den Tischen mit den Gästen singe“. Unter Letzteren sind nicht selten Volksschauspieler, die gelegentlich in den Gesang einstimmen. „Nachmittags“, sagt Ketelhut, „ist die Wiesn ja eher gemütlich, aber schön.“

peb

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