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Engstelle: Zur Sicherheit der Fußgänger und Radler werden diese Parkplätze an der Sauerlacher Straße aufgelöst.

Gefährliche Engstelle an der Sauerlacher Straße

Parkplätze müssen weichen

Wolfratshausen - Der Bauausschuss der Stadt hat sich in der jüngsten Sitzung dafür ausgesprochen, sieben Parkplätze an der Sauerlacher Straße aufzulösen. Auf diese Weise soll eine gefährliche Engstelle entschärft werden. 

Wolfratshausen – Zwei Schüler radeln mit hohem Tempo auf eine ältere Frau zu. Um einen Zusammenstoß zu vermeiden, muss die betagte Dame einen beherzten Schritt zur Seite machen. Das gelingt, wenn auch knapp. Diese und ähnliche Szenen spielen sich auf dem Fußweg an der Sauerlacher Straße immer wieder ab.

Sieben Parkplätze gibt es auf der südlichen Seite der Straße. Das Problem: Die Stellflächen sind sehr schmal. Viele Autofahrer parkten ihren Wagen bis weit auf den Gehsteig hinaus. „Das ist ein Sicherheitsrisiko“, mahnte Vize-Bürgermeister Fritz Schnaller (SPD) in der jüngsten Sitzung des Bauausschusses. „Die Situation ist sehr unbefriedigend.“ Zu diesem Schluss waren auch die Teilnehmer einer Verkehrsschau im September gekommen.

CSU-Fraktionssprecher Günther Eibl sprach sich dafür aus, das Parken an dieser Stelle zu verbieten. „Das ist ein Beitrag zur Sicherheit von Jugendlichen auf dem Schulweg“, erklärte er mit Blick auf die nahe gelegenen Real-, Mittel- und Grundschulen. Dr. Hans Schmidt (Grüne) hielt es für „einen guten Vorschlag, den nicht-motorisierten Verkehr sicherer zu gestalten.“ Den Wegfall der Parkplätze bewertete er als nicht allzu schwerwiegend: „Wenige Meter weiter gibt es Park & Ride-Plätze, die nie ganz belegt sind.“

Die Fläche der Parkplätze werden schraffiert

Für Josef Praller (Bürgervereinigung) ging der Vorschlag zu weit. Er regte an, die derzeitige Markierung deutlicher zu machen und die Parkplätze beizubehalten. „Dann können die Autos nicht mehr bis weit auf den Gehweg hinaus parken.“ Rathauschef Klaus Heillinglechner bezweifelte, dass das alleine ausreicht: „Die Stellflächen sind nur 1,70 Meter breit. Große Autos passen da nicht hinein.“

Gerlinde Berchtold votierte gegen ein Parkverbot. Sie habe einige Jahre in der Nähe gearbeitet. „Wenn wir die Stellflächen entfernen, fehlen Kurzzeitparkplätze. Aber am Hatzplatz wollen wir am liebsten schon seit gestern ein Parkhaus“, sagte die SPD-Stadträtin. Sie vermisste ein Konzept und eine Analyse der Parksituation vor Ort.

Gegen die Stimmen von Richard Kugler (parteifrei/CSU), Berchtold und Praller entschied der Ausschuss, den Abschnitt zwischen S-Bahnhof und Einmündung Karwendelstraße als Fuß- und Radweg zu beschildern. Die Parkplätze werden aufgelöst und die Fläche schraffiert. Dominik Stallein 

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