André Mitschke und  Kristina Tschamler in der Erinnerungsstätte Badehaus in Waldram
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Ein Kommen und Gehen: André Mitschke übernimmt den Bundesfreiwilligendienst von Kristina Tschamler.

Erinnerungsort Badehaus

Bundesfreiwilligendienst: Tschamler übergibt Amt an Mitschke

  • vonPeter Herrmann
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Ein Jahr lang hat Kristina Tschamler Bundesfreiwilligendienst im Erinnerungsort Badehaus geleistet. Zum Abschied veranstaltete sie einen kulturellen Benefizabend.

Waldram – Ein Jahr lang hat die Beuerberger Abiturientin Kristina Tschamler ihren Dienst als Bundesfreiwillige im Erinnerungsort am Kolpingplatz absolviert. Zum Abschied gestaltete sie selbst einen kulturellen Benefizabend, bei dem sie auf ihre abwechslungsreiche Tätigkeit zurückblickte und nach der Vorführung des preisgekrönten Films „Am Ende kommen Touristen“ ihren Nachfolger André Mitschke vorstellte.

„Ich hätte mir dieses Jahr nicht schöner vorstellen können“, erklärte Tschamler. Laut Vorstandsmitglied Jonathan Coenen hat sie in dieser Zeit insgesamt 1920 Stunden geleistet und 150 Führungen begleitet. Obwohl das Museum wegen der Corona-Pandemie mehrere Monate geschlossen bleiben musste, hatte Tschamler zum Beispiel bei der Vorbereitung von Ausstellungen reichlich zu tun. „Eigentlich wollen wir dich gar nicht weglassen“, stellte Badehaus-Vereinsvorsitzende Dr. Sybille Krafft fest.

Neben den rund 50 Gästen ließ es sich auch der Eurasburger Bürgermeister Moritz Sappl nicht nehmen, persönlich zur Verabschiedung von Tschamler zu kommen und ihr zwei Gläser Honig aus der Heimatgemeinde zu überreichen. „Das ist eine Jahresernte“, erklärte er die symbolische Bedeutung seines Geschenks. Badehaus-Verein-Vorstandsmitglied Justine Bittner schenkte Tschamler einen Stoffwal, der die Reise von einem Meer zu anderen Gewässern versinnbildlichen sollte.

Dem Badehaus für immer den Rücken zu kehren, kommt für die Beuerbergerin aber nicht infrage. „Wer einmal seinen Fuß hier herein gesetzt hat, kommt immer wieder her“, ist sich Tschamler sicher.

Ihre Nachfolge übernimmt nun der 18-jähriger Waldramer André Mitschke. „Ich habe schon im vergangenen Jahr hier öfters ausgeholfen und freue mich auf meine Aufgabe“, sagte er. Bevor der Abend mit einem geselligen Beisammensein im Gartengeschoß ausklang, zeigte sich Dr. Sybille Krafft kämpferisch. „Wir werden alles dafür tun, dass wir jungen Menschen hier in Zukunft auch mal eine langfristige Anstellung bieten können“, versprach sie.  ph

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