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LTE stoppen: Elektrosensible wenden sich an Bundestag

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Wolfratshausen - LTE und UMTS stoppen: Das fordert eine Wolfratshauser Bürgerinitiative vom Bundestag. Sie haben eine Petition geschrieben - und legen jetzt nochmal nach.

Die Mobilfunkkritiker sind enttäuscht: Der Petitionsausschuss des Bundestags betrachtet ein Schreiben der Bürgerinitiative (BI) Wolfratshausen zum Schutz vor Elektrosmog nach einer Stellungnahme des Bundesumweltministeriums als erledigt. Initiativensprecher Dr. Hans Schmidt hat deswegen Widerspruch eingereicht.

Die Funktechnik LTE wird kritisiert

In der Petition ist wie berichtet die Einführung der neuen Funktechnik LTE kritisiert worden. Diese verursache etwa Schlaflosigkeit, Erschöpfung und Antriebslosigkeit, Kopfschmerzen, Tinnitus sowie Herzprobleme. Die Aufschaltung von LTE „hat die Strahlenbelastung in Wolfratshausen noch einmal deutlich erhöht und dazu geführt, dass wir uns nicht mehr erholen können“, heißt es in der Petition. Das Grundrecht auf Unverletzlichkeit der Wohnung werde gebrochen. Die Petitenten forderten unter anderem eine Überprüfung der gesundheitlichen Auswirkungen. Und: „Beenden Sie die flächendeckende Bestrahlung der gesamten Bevölkerung mit gepulsten Mikrowellen.“

Das Bundesumweltministerium verwies in seiner Erklärung auf das Bundesimmissionsschutzgesetz. Durch die Techniken LTE und UMTS gebe es zwar zusätzliche Sendeantennen. Die Werte seien aber „immer noch sehr gering und betragen im Regelfall nur wenige Prozent des Grenzwertes“. Wissenschaftliche Anhaltspunkte für das Absenken der Grenzwerte gebe es nicht.

Nach Schmidts Meinung enthält die Stellungnahme „die seit Jahren bekannten Textbausteine und schert sich nicht um aktuellere Veröffentlichungen“. In einem dreiseitigen Schreiben hat er nun die Forderungen der BI zur parlamentarischen Prüfung nochmals erläutert.

dor

Lesen Sie auch: In einem offenen Brief an Bürgermeister Klaus Heilinglechner sprechen sich 47 Personen gegen freies WLAN in der Wolfratshauser Innenstadt aus. Sie bezeichnen sich als elektrosensibel – und wollen nicht mehr in der Altstadt einkaufen.

Rubriklistenbild: © dpa

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