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Auf die Plätze, fertig, los: Die neue Tartanbahn im Isar-Loisach-Stadion gab trotz des Regenwetters keinen Anlass zum Klagen. 

Leichtathletik

Pfützenfreie Zone

Wolfratshausen - 140 Sportler aus 37 Vereinen trotzen beim Heinz-Mayer-Gedächtnissportfest dem Wetter

An ein bisschen Regen mussten sich in den vergangenen Wochen zwangsweise alle gewöhnen. Aber was während des Heinz-Mayer-Gedächtnissportfests des TSV Wolfratshausen vom Himmel herunterkam, war schon fast sintflutartig. Dennoch zogen die Leichtathleten ihre Veranstaltung im Isar-Loisach-Stadion durch. „Auch wenn Petrus leider kein Einsehen hat, da müssen wir durch. Die Athleten trainieren ja normalerweise auch bei jedem Wetter.“ Mit diesen Worten eröffnete Stadionsprecher und Sportjournalist Daniel Götz den international ausgeschriebenen Wettkampf. Erfreulicherweise traten trotz des Starkregens von 180 gemeldeten Teilnehmern 140 Sportler aus 37 Vereinen auch wirklich an. Einige von ihnen kamen sogar aus Meran, um sich in verschiedenen Laufdisziplinen, im Weit-, Drei- und Hochsprung und im Kugelstoßen miteinander zu messen.

„Das sind mehr als doppelt so viele Teilnehmer wie im Vorjahr“, freute sich Gabriele Mayer. Sie ist die Witwe des vor zwölf Jahren verstorbenen Namensgebers des Sportfestes, Heinz Mayer, der die Leichtathletik-Sparte einst leitete. „Damals war hier noch richtig was los“, erzählte Alfred Barth, heute Abteilungsleiter und Vorsitzender des Gesamtvereins. „Aber dann wurde die Bahn immer schadhafter.“ Der Bayerische Landessportverband sperrte das Stadion schließlich für alle Wettkämpfe. Über zehn Jahre kämpften die Leichtathleten für die Renovierung des Stadions. Im Oktober 2015 konnte die neue Bahn dann endlich mit einem Qualifikationswettkampf für die Bayerischen Meisterschaften eröffnet werden. Und die Sanierung hat sich bereits bewährt, denn auf der Laufbahn war nicht eine einzige Pfütze zu sehen. „Momentan ist hier alles noch im Aufbau“, berichtete Mayer. „Wir kommen aber ganz gut voran.“ Trotz des etwas leidigen Themas Ganztagsschule, das viele Vereinen sehr zu schaffen macht, muss sich der TSV über zu wenig Nachwuchs keine Sorgen machen.

Für Barth ist das Heinz-Mayer-Gedächtnissportfest trotzdem eine sehr wichtige Veranstaltung: „In einer derart fußball-affinen Umgebung ist es wichtig, einen international ausgeschriebenen Leichtathletik-Wettkampf auch öffentlichkeitswirksam präsentieren zu können“, betont der Wölfe-Chef. Dass witterungsbedingt nur wenige Zuschauer den Wettkämpfen beiwohnten, fand er vor allem mit Blick auf die tapferen Athleten und Helfer sehr schade: „Für ihre Leistungen und ihr Durchhaltevermögen hätten sie schon mehr Applaus und Anfeuerung verdient gehabt.“

Nicht nur er hofft, dass sich die Stadt Wolfratshausen in naher Zukunft vielleicht doch noch entschließt, ihrem bereits so wunderbar renovierten Isar-Loisach-Stadion mit einer Zuschauertribüne noch eine Krone aufzusetzen. cs

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