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Vorbild „Penzberger Eismärchen“: Die Bürgervereinigung könnte sich am Wolfratshauser Loisachufer ebenfalls eine mobile Eisfläche vorstellen.

Plan der Bürgervereinigung 

Schlittschuhlaufen an der Loisach ?

Eismärchen an der Loisach: Die Bürgervereinigung Wolfratshausen (BVW) plant, in den Wintermonaten eine mobile Eisfläche am Ostufer aufzubauen. Ein ähnliches Angebot gibt es bereits in Penzberg.

Wolfratshausen – Ganz neu ist die Idee nicht. „Wir haben an so etwas schon vor einigen Jahren gedacht“, sagt der Wirtschaftsreferent des Stadtrates, Helmut Forster. Bürgervereinigungs-Mitglied Engelbert Stapf griff diese Überlegung nun wieder auf. Seine Ergebnisse präsentierte der Wolfratshauser in der Monatsversammlung der politischen Gruppierung.

Zwischen Loisach und Allwettersportplatz ist Platz für eine Eisbahn

Im Zuge seiner Recherche fand Stapf eine österreichische Firma, die mobile Eisflächen bereitstellt. „Da ist alles dabei: Schlittschuhe für den Verleih, Hilfsmittel für Kinder und Banden“, zählte Stapf auf. Über einen passenden Ort für die Attraktion hat er sich auch Gedanken gemacht: Er fasst die Grünfläche am Ostufer der Loisach – zwischen Fluss und Allwettersportplatz – ins Auge. Dort wäre Platz für eine rund 450 Quadratmeter große Eisbahn. Das Gelände ist zwar etwas abschüssig, „das ist aber kein Problem“. Die Firma würde Paletten zur Verfügung stellen, um die Höhe anzugleichen. Gedacht sei das Angebot für etwa einen Monat – möglicherweise in der Vorweihnachtszeit. Die Freiluft-Eisfläche dürfte viele Menschen ansprechen. „Die Schulen können das zum Beispiel nutzen“, schlug Stapf vor. Besondere Angebote wie eine Eisdisco oder ein Nachtlauf bei Flutlicht könnten ebenfalls Publikumsmagnete werden. Rund um die Eisfläche herum soll es an Holzbuden Getränke und Essen zu kaufen geben.

Das „Penzberger Eismärchen“ als Vorbild

In Penzberg gibt es ein solches Angebot bereits seit drei Jahren. „Dort läuft das sehr gut“, berichtete Stapf, der sich mit der Kulturbeauftragten der Stadt unterhalten hatte. Über 12 300 Besucher verzeichnete das „Penzberger Eismärchen 2016“ an 31 Tagen. Im vergangenen Jahr standen dort Ausgaben in Höhe von zirka 106 000 Euro (darunter 95 500 Euro für die Eisbahn) den Einnahmen von rund 91 000 Euro aus Eintrittspreisen, Schlittschuhverleih, Standgebühren der Budenbetreiber und Sponsoren gegenüber – ein Minus von etwa 15 000 Euro.

Hoffen auf Zustimmung im Kulturausschuss

Die Mitglieder der Bürgervereinigung begrüßten die Pläne. „Das ist eine fantastische Idee“, fand Dr. Ulrike Krischke. Als eine „schöne Attraktion“, bezeichnete Wirtschaftsreferent Forster die Eisfläche. Gleichwohl seien noch Detailfragen zu klären – wie Öffnungszeiten, Eintrittspreise und ähnliches. „Bevor wir einen Antrag im Kulturausschuss vorbringen, müssten wir diese Dinge noch erledigen, damit das Hand und Fuß hat“, mahnte Forster. Dann – so die Hoffnung von Fraktionssprecher Josef Praller – „könnte die Idee eine große Zustimmung finden.“

Von Dominik Stallein

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