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Das Ende des Zweiten Weltkriegs ist ein beherrschendes Thema im Jahresprogramm des Historischen Vereins Wolfratshausen. Vorsitzende Dr. Sybille Krafft und ihr Stellvertreter Bernhard Reisner präsentierten es im Erinnerungsort Badehaus. 

Von Ruinen-Besichtigung bis zur Revue

Das plant der Historische Verein Wolfratshausen 2020

Der Historische Verein bietet jedes Jahr der interessierten Öffentlichkeit ein tolles Programm. Heuer steht das Ende des Zweiten Weltkriegs im Vordergrund. 

Wolfratshausen Seit 1997 präsentiert der inzwischen 273 Mitglieder zählende Historische Verein jedes Jahr ein abwechslungsreiches Programm. Die Höhepunkte in diesem Jahr stellten die Vorsitzende Dr. Sybille Krafft und ihr Stellvertreter Bernhard Reisner erstmals im Rahmen eines Neumitgliederempfangs im Erinnerungsort Badehaus vor.

Weltfrauentag

Los geht’s am Sonntag, 8. März, um 20 Uhr in der Geltinger Kulturbühne Hinterhalt mit einem Filmabend zum internationalen Frauentag, den der Historische Verein in Zusammenarbeit mit dem Kulturverein Isar-Loisach (KIL) veranstaltet. Gezeigt wird der Spielfilm „Drei Schwestern made in Germany“, den der 2011 in Deining verstorbene Regisseur Oliver Storz fünf Jahre vor seinem Tod gedreht hat. Zu der Vorführung werden auch Überraschungsgäste erwartet. „Selbstverständlich sind auch Männer willkommen“, betont Krafft.

Zweiter Weltkrieg

Das Ende des Zweiten Weltkriegs, das sich heuer zum 75. Mal jährt, wird gleich in mehreren Veranstaltungen thematisiert. So setzt sich am Samstag, 2. Mai, um 10 Uhr ein Gedenkzug vom Todesmarsch-Mahnmal in Buchberg zum Erinnerungsort Badehaus in Bewegung. Dort beginnt um 11.30 Uhr ein Festakt mit Musik, Zeitzeugengesprächen und einer Ausstellung von Bildern des im Dritten Reich verfolgten Künstlers Karl Maldek. „Der Zeitzeuge Jack Adler wird extra aus Amerika zu diesem Ereignis einfliegen“, kündigt Krafft an. Sie bedankt sich in diesem Zusammenhang für die finanzielle Unterstützung der Städte Wolfratshausen und Geretsried, ohne die die kostspielige Veranstaltung kaum möglich wäre.

Altes Münsing

Nicht minder interessant ist die bis ins frühe Mittelalter reichende Geschichte von Münsing. Der neuen Schatzmeisterin des Historischen Vereins, Mechthild Felsch, ist es gelungen, für den Samstag, 20. Juni, um 14 Uhr einen historischen Rundgang mit den Chronisten Dr. Johannes Bernwieser und Dr. Benno Gantner sowie dem Archäologen Markus Fagner zu organisieren. Im Anschluss treffen sich die Mitglieder beim Altwirt zur Jahresversammlung.

Ex-Isar-Kaufhaus

Eine „moderne Ruine“ im Herzen der Wolfratshauser Altstadt steht am Sonntag, 13. September, im Fokus. Am Tag des offenen Denkmals berichten die Vorstandsmitglieder Annekatrin Schulz und Ludwig Gollwitzer über die Geschichte des ehemaligen Isar-Kaufhauses und verraten auch, was es mit dem alten Kornspeicher und dem Seifensieder-Anwesen auf sich hatte. Dazu zeigt der Ickinger Dokumentarfilmer Rüdiger Lorenz historische Aufnahmen des Kaufhauses. Treffpunkt für die Führungen um 14 und um 16 Uhr ist der Marienplatz.

Als die Amis kamen

„Das ganz große Besteck fahren wir dann am 21. November in der Loisachhalle auf“, verspricht Vize-Vorsitzender Bernhard Reisner. In der historischen Revue „Als die Amis ins Isartal kamen“ bekommt das Publikum an diesem Samstag ein Potpourri aus Musik, Tanz, Film, Zeitzeugeninterviews und kabarettistischen Einlagen geboten. Der Historische Verein profitiert hier von einer neuen Kooperation mit der Stadt Wolfratshausen, die die Show in ihr „Kultur pur“-Programm eingebunden hat.

Flucht und Vertreibung

Mit einem Filmabend zur Geschichte der nach dem Zweiten Weltkrieg in Bayern angekommenen Flüchtlinge endet das Veranstaltungsjahr am Freitag, 11. Dezember, im Badehaus. Sybille Krafft wird der Öffentlichkeit ihren neuen Dokumentarfilm „Damals angekommen in Bayern“ präsentieren und sich mit Zeitzeugen über deren Anfangsjahre in Geretsried und Waldram unterhalten.

Info

Interessierte können sich unter Telefon 0 81 71/34 59 05 oder per E-Mail an info@histvereinwor.de beziehungsweise info@hinterhalt.de (8. März) für die jeweiligen Veranstaltungen anmelden. Weitere Infos gibt es im Internet auf www.histvereinwor.de. Peter Herrmann

Lesen Sie auch: Räterepublik: Darum blieb es in Wolfratshausen friedlich

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