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Etablierte Größe: das Duo „Reimrausch“.

Zwei Startplätze noch frei

Poetry-Slam im Wolfratshauser Rathaus-Hof

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Wolfratshausen – Der beschauliche Rathaus-Innenhof verwandelt sich am Samstag, 20. August, in eine Arena für eine Dichterschlacht. Ab 20.15 Uhr steigt hier Wolfratshausens erster Poetry Slam. Zwei Startplätze sind noch frei.

Ein Poetry Slam ist ein literarischer Vortragswettbewerb, bei dem die Künstler selbst geschriebene Texte in einer bestimmten Zeit dem Publikum vortragen. Anders als bei einem Offenen Mikro, einer Offenen Bühne oder einer traditionellen Lesung stehen die Teilnehmer im Wettbewerb miteinander. „Das dient vor allem dazu, das Publikum zum Mitfiebern und Zuhören einzuladen, da die Zuschauer am Ende den Sieger küren“, sagt Mathias Heinzinger vom Kulturamt der Stadt. Der Wettbewerb soll dem Dichter – auch Slammer, Slampoet oder Poetry Slammer genannt – aber auch Feedback geben und Ansporn für die Arbeit an Texten und Performance sein.

Präsentiert wird der erste Wolfratshauser Poetry Slam von der Formation „Reimrausch“ und von „LoisachJam“. 2015 auf dem Fluss-Festival ins Leben gerufen, bietet es neuen und jungen Formaten die Möglichkeit, sich zu präsentieren. Mit „Reimrausch“ hat man sich Heinzinger zufolge zwei etablierte Größen der Szene ins Boot geholt. Mic Mehler und Christoph Hebenstreit präsentieren seit Oktober 2010 Poetry Slams im Münchner Umland. Gestartet in Ebersberg, organisieren sie mittlerweile Slams in Bad Tölz, Wasserburg und Erding. „Wir freuen uns, ein erfahrenes Team und professionelle Slammaster an unserer Seite zu haben“, sagt Heinzinger.

Auftreten wird unter anderem Yannik Sellmann, amtierender bayerischer Poetry-Slam-Meister. Der Bonner begann seine Karriere im Oktober 2015 im Münchner Westend. Sellmann siegte beim Isar-Slam im Muffatwerk sowie beim renommierten Substanz-Slam. Etwas später entschied er die bayerischen Meisterschaften in Bayreuth für sich. Charakteristisch für Sellmann sind laut Heinzinger Wortgewalt, Witz und ausgelebte Cholerik.

Martin Geier aus Weißenburg stand schon auf über 600 Slams in 120 Städten auf der Bühne. Laut „Augsburger Allgemeine“ spielt er mit Klischees, ist bitterböse und entlarvt liebevoll augenzwinkernd die Absurditäten der öffentlichen Meinung und der verborgenen Ängste. Ingo Winter aus Lauf an der Pegnitz nahm drei Mal in Folge an den Bayerischen Meisterschaften teil und erzählt dort meistens von seinem Arbeitsalltag als „Fäkal-Taucher“. Antonia Lunemann aus Höhenkirchen (Landkreis München) slammt seit Oktober 2015 in und um München. Höhepunkt war die Nominierung für den Bayernslam im März. Sie beschäftigt sich mit eher persönlichen Themen wie Glück, Liebe und Vorurteilen.

Markus Berg treibt sich als Bühnenliterat und Poetry Slammer mit quersinnigen Gereimt- und Ungereimtheiten auf diversen Bühnen, Poetry Slams und Leseshows im Bundesgebiet sowie im sprachlich befreundeten Ausland herum. Seit April 2016 ist er mit Meike Harms Gastgeber der Lesebühne „Dichter ran ans Wort“ in Ismaning und Mitveranstalter sowie Moderator der Science Slams im Münchner Lustspielhaus beziehungsweise im Vereinsheim Schwabing.

Das gibt's zu gewinnen

Zu gewinnen gibt es beim Wolfratshauser Slam neben Ruhm und Ehre auch 50 Euro Preisgeld. Die Chance darauf haben auch zwei so genannte Locals. Wer aus Wolfratshausen oder Umgebung ist und slammen möchte, kann sich einen der letzten beiden Startplätze sichern. Wer Interesse hat, meldet sich unter den E-Mail-Adressen loisachjam@wolfratshausen.de oder reimrausch@gmx.de.

fla

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