Polizei verstärkt präsenz 

Polizei warnt: Freinacht ist kein Freibrief

Die Nacht auf den 1. Mai sieht der eine oder andere manchmal als Freibrief für Vandalismus. Die Polizei will deswegen verstärkt Präsenz zeigen - und gibt Hausbesitzern Tipps.

Wolfratshausen – Nicht alles, was Übermütige in der sogenannten Freinacht anstellen, ist harmlos. „Der Spaß hört dann auf, wenn fremdes Eigentum beschädigt wird oder Menschen gefährdet sind“, betont Hauptkommissar Steffen Frühauf. Die Freinacht, die Nacht auf den 1. Mai, „lockt hauptsächlich Jugendliche auf die Straßen und ist gleichbedeutend mit viel Arbeit für die Polizei und viel Ärger für so manchen Bürger“, weiß Wolfratshausens Vize-Polizeichef aus leidvoller Erfahrung.

In früheren Zeiten war die Freinacht der Anlass, allzu schlampigen Nachbarn zu mehr Ordnung rund um ihr Anwesen anzuhalten. Frühauf: „So wurden von den jungen Männern, hauptsächlich in den ländlichen Bereichen, unaufgeräumte Gegenstände aufgesammelt und auf demDorfplatz, gut sichtbar für die Kirchgänger am darauffolgenden Feiertag, zum Abholen bereitgestellt.“

Lesen Sie auch: Freinacht 2018 in Bayern: Welche Streiche und Scherze sind erlaubt?

Seit einigen Jahren ist dieser Brauch jedoch „ziemlich verkommen und wird von so manchen Jugendlichen hauptsächlich als Freibrief für Vandalismus angesehen“, berichtet der Beamte. Gesprengte Briefkästen, Eierwürfe gegen Hausfassaden oder ausgehobene Gullydeckel: „Für derart üble Scherze wird die Polizei weder Verständnis, noch Humor aufbringen“, kündigt Frühauf an. Stattdessen werde man mit verstärkten Einsatzkräften konsequent gegen solche Auswüchse vorgehen. Wer über die Stränge schlägt, dem drohen Strafen und Ersatzforderungen: „Sachbeschädigung, Diebstahl und der gefährliche Eingriff in den Straßenverkehr sind Straftaten – auch in der Freinacht.“

Das rät die Polizei

Räumen Sie an diesem Montag im Freien alles auf, was zum begehrten Objekt von Freinachtgängern werden könnte. Lassen Sie Haustiere nach Möglichkeit nicht ins Freie. Parken Sie Ihr Auto möglichst in der Garage. Ein gelegentlicher Blick vor die Haustüre während der Nacht kann nicht schaden. Sprechen Sie mit Ihren Kindern über das Thema und zeigen Sie ihnen mögliche Konsequenzen auf.

cce

Rubriklistenbild: © dpa / Paul Zinken

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