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Spur der Verwüstung: Die Jugendlichen, die vor rund sechs Wochen in Waldram gewütet haben, sind gefasst.

Polizei meldet Fahndungserfolg

Spur der Verwüstung in Waldram: Jugendliche geschnappt

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Waldram – Sie hatten eine Spur der Verwüstung durch Waldram gezogen und einen Sachschaden von 10 000 Euro angerichtet. Jetzt sind die Täter der Polizei ins Netz gegangen.

Randale am Samstag, 9. Januar, begann mit einem gemütlichen Beisammensein. Eine Gruppe von sieben Jugendlichen, alle zwischen 14 und 16 Jahre alt und aus der Nachbarstadt Geretsried, trafen sich am Waldramer Skaterplatz, ratschten miteinander, tranken Alkohol, vorwiegend Wodka. Gegen 19 Uhr zogen sie zur Waldramer Schule, wo sie weiter tranken. In der Vernehmung gaben sie laut Vize-Inspektionsleiter Neubert an, dass es dort heller, trockener und gemütlicher gewesen wäre als auf dem Skaterplatz. Warum genau die Jugendlichen dann ihrer Zerstörungswut freien Lauf ließen, wird möglicherweise nie geklärt. Fest steht: Hier, an der Schule, begann der Abend zu eskalieren.

In ihrer Trunkenheit warfen die Täter mehrere Scheiben ein. Auf dem Rückweg zur Bushaltestelle Richtung Geretsried beschädigte einer aus der Gruppe den festlich geschmückten Weihnachtsbaum am Kolpingplatz und warf zwei große Blumentöpfe um. Damit nicht genug: „Als sie an der Haltestelle feststellten, dass sie den Bus versäumt hatten, machten sie sich zu Fuß auf den Weg nach Geretsried“, teilte Hauptkommissar Neubert am Freitag mit. Auf diesem Weg warfen sie sechs Scheiben einer Lagerhalle sowie die Scheibe der Terrassentüre eines Hauses an der Föhrenwaldstraße ein.

Nach der Tat gingen bei der Polizei mehrere Hinweise ein. Sie kamen von Anwohnern, aber auch aus Kreisen der Mittelschulen Waldram und Geretsried. Neubert: „Dort hatten sich die Vandalismusschäden herumgesprochen.“ Dank dieser Hinweise sei es der Polizei gelungen, die Täter zu ermitteln. Unter den sieben Jugendlichen ist auch ein Mädchen, als Haupttäter kommen Neubert zufolge vier der Burschen in Frage. Konkrete Motive für ihre Zerstörungswut hatten die Jugendlichen laut Polizei nicht. Vermutlich führte aber der viele Alkohol dazu, dass sie keinerlei Hemmungen mehr hatten. In den Vernehmungen, die im Beisein der Eltern geführt wurden, haben sie sich Neubert zufolge im Wesentlichen geständig gezeigt.

Wie es jetzt weitergeht, muss die Justiz klären. „Die Jugendlichen werden sich wegen gemeinschaftlicher gemeinschädlicher Sachbeschädigung verantworten müssen“, teilte Neubert weiter mit. Auch Schadensersatzforderungen werden auf sie zukommen.

fla

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