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1180 Euro aus der Vereinskasse haben die Mitglieder des Vereins „Pro Wolfratshausen“ quasi als letzte Amtshandlung an Christina Bergmann (vorne li.) übergeben. Dabei waren Hans Ketelhut (vorne re., Gründer und Ehrenvorsitzender) sowie (hinten v. li.) Renate Spandel (Schriftführerin), Michael Wrba (Vorsitzender), Ingrid Brockhausen (Mitarbeiterin von Christina Bergmann), Herbert Feichtner (Kassier), Fritz Schnaller (Vize-Bürgermeister) und Ingrid Schnaller (Vorsitzende des Werbekreises).

Von Traurigkeit keine Spur

Verein "Pro Wolfratshausen" löst sich auf

Wolfratshausen - Der Verein "Pro Wolfratshausen" hat sich vor kurzem aufgelöst. Das Bedauern hielt sich in Grenzen, denn: Einige Ideen wurde umgesetzt. Und die Arbeit geht nicht verloren. 

Sie hatten eine Vision: Mit dem „ Loisachring“ eine attraktive und verkehrsberuhigte Innenstadt zu schaffen, mit Gastronomie, Geschäften und kulturellen Treffpunkten sowie einer begrünten Fußgängerzone vom S-Bahnhof bis zur Altstadt. Dafür haben sich die Mitglieder des Forums „Pro Wolfratshausen“ seit ihrer Gründung im Jahr 1994 engagiert – echte Vorreiter, die planten, rechneten und analysierten und mit den Bürgern und Geschäftsleuten sprachen. Vieles blieb eine Idee. Manches, so sagen die Vereinsmitglieder heute, habe die Stadt aufgegriffenund selbst umgesetzt, wie etwa die schwimmende Bühne, die beim Flussfestival an der alten Floßlände am Ufer vor Anker liegt.

In der Abschluss-Sitzung herrschte Optimismus

Vor drei Jahren beschloss der Verein seine Auflösung, dieser Tage war die Abschluss-Sitzung des bis dato amtierenden Vorstands. Aber von Traurigkeit keine Spur. „Es war eine schöne Zeit, wir hatten gute Ideen und haben sie professionell aufbereitet“, erinnert sich der ehemalige Vorsitzende Michael Wrba. Er ist sicher, dass das Ende seines Vereins „neue Initialzündungen bei anderen bewirken könnte“.

Der Werbekreis wird sich um den Vereinsnachlass kümmern

Denn die Arbeit von „Pro Wolfratshausen“ geht nicht verloren. Ingrid Schnaller, Vorsitzende des Werbekreises, war zum Treffen in die Flößerei gekommen. Sie und ihre Kollegen wollen sich um den Vereinsnachlass kümmern und über die weitere Verwendung des Logos sprechen. Die Werbekreis-Chefin ist begeistert vom Namen „Pro Wolfratshausen“. „Besser kann man ein positives Signal in zwei Worten nicht formulieren“, findet sie.

Der Verein hat Bürgerbeteiligung vorgelebt

Vize-Bürgermeister Fritz Schnaller bedankte sich bei der Initiative: „Ihr habt damals schon Bürgerbeteiligung vorgelebt, worüber heute erst geredet wird.“ Gründungsmitglied Hans Ketelhut, Kulturreferent im Geretsrieder Stadtrat, appellierte mit Nachdruck für ein verbessertes Stadtmarketing: „Ein Pott muss her“, in dem Industriegemeinschaft und Vermieter von Geschäftsräumen zehn Prozent in Werbung investieren sollten. Für die Außendarstellung müssten alle an einem Strang ziehen. Ketelhut tut es leid, wie Wolfratshausen schlecht geredet wird. „Diese Stadt hätte alle Voraussetzungen für ein besseres Image.“

Die Reste der Vereinskasse dienen einem guten Zweck

Und es gab noch einen Grund zur Freude an diesem Abschiedsabend, denn die verbliebenen 1180 Euro aus der Vereinskasse übergab man an Christina Bergmann, die in 24 Jahren mehr als 1,3 Millionen Euro für die Kinderkrebshilfe gesammelt hat, insbesondere für die Haunersche Kinderklinik, die Krebsforschung des Großhaderner Klinikums und die Aktion Knochenmarkspende Bayern. Bergmann bedankte sich: „Bei der nächsten Rettung eines Menschenlebens sind Sie mit dabei.“ Andrea Weber

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