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Disziplin, Selbstbeherrschung, Regeln beachten: Die Teilnehmer des Boxkurses lernten nicht nur die rein sportliche Seite der Sportart kennen.

Sechstklässler zeigen Erfolge

Projekt "Stärken stärken" an der Hammerschmied-Schule

Wolfratshausen – „Stärken stärken“ heißt das Projekt, das den Sechstklässlern der Mittelschule am Hammerschmiedweg in den vergangenen Monaten angeboten wurde. Am Mittwochabend zeigten die Schüler ihre neu gewonnenen Stärken einem großen Publikum.

Bereits zum fünften Mal richtete der Kinder- und Jugendförderverein Wolfratshausen (KJFV) das Persönlichkeitstraining aus. „Bei ,Stärken stärken‘ geht es um mehr als gute Noten und schulischen Erfolg“, erklärte der Geschäftsführer des Vereins, Fritz Meixner. In fünf Gruppen konnten die Heranwachsenden Talente entdecken und fördern. „Das Angebot wurde darauf angepasst, was die Schüler ausprobieren wollten“, ergänzte Meixner.

Heuer gab es eine Box- und eine Tanzgruppe. Andere Schüler probierten sich im professionellen Zeichnen, Kochen und Klettern. Dabei lernten die Kinder mehr als nur die ausgesuchte Disziplin. „Wir haben gelernt, den anderen Vertrauen zu schenken“, berichtete ein Schüler der Klettergruppe. Schließlich müsse bei einem Aufstieg das Vertrauen zum absichernden Partner stimmen.

Wie gut das bereits nach acht Übungsstunden funktioniert, das stellte Sechstklässler Elias unter Beweis: Abgesichert von Leni, einer Klassenkameradin, kletterte er an einer Säule des Jugendhauses La Vida unter den gebannten Blicken des Publikums in die Höhe. „Wenn ich etwas kann und mich traue, das zu zeigen, gehe ich daraus gestärkt in viele andere Lebenssituationen“, sagte Schuldirektor Peter Altstidl zu Beginn der Veranstaltung. Elias, der über beide Ohren strahlte, lieferte dafür ein perfektes Beispiel.

Acht Jugendliche lernten in der Projektphase die Techniken des Boxens kennen. Trainer Ali Cukur berichtete: „Die Werte, die ich den Kindern vermitteln kann, sind nicht nur beim Sport wichtig.“ Disziplin, Selbstbeherrschung und das Beachten von Regeln seien auch im privaten Leben von großer Bedeutung. „Mir hat besonders gut gefallen, dass wir fantasievoll arbeiten durften“, berichtete eine Schülerin der Zeichengruppe. Sie und ihre fünf Mitschüler stellten auf der Abschlussfeier des Projekts ihre Werke aus. Die Bandbreite erstreckte sich von Comics und Mangas über Modedesign und Fantasie-Zeichnungen. Einige Schüler hatten sogar prächtig dekorierte Schwerter aus Pappe gebastelt.

Nachdem alle Kurse einen Bericht über ihre Arbeit abgegeben hatten, gab es ein reichhaltiges Büffet. Die Speisen hatten die Teilnehmer des Kurses „Kochen“ hergerichtet. „Wir konnten schon einiges selbstständig machen und haben mit vielen Wildkräutern gearbeitet“, erzählte eine der Schülerinnen stolz. Als alle Anwesenden gestärkt waren, zeigten die Mitglieder der Tanzgruppe zum Abschluss der Veranstaltung, was sie in den Kursstunden gelernt hatten.

von Dominik Stallein

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