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Eine Nummer zu groß für die Farcheter: Luca Faganello (Nr. 14) und Gilbert Diep haben das Nachsehen gegen starke Pullacher

Fußball

Pullach eine Nummer zu groß für den BCF

Wolfratshausen - Das Klima beim Bayernligisten BCF wird rauer – erst recht nach der empfindlichen 0:5-Klatsche gegen den SV Pullach.

Reiner Leitl wollte weg. Nur schnell weg von der Stätte des Grauens. Keine Pressekonferenz, und auch keine warmen Worte für seine Mannschaft. Die spiele zwar angesichts der vielen Verletzten „am Limit“. Doch musste der Farcheter Trainer beobachten, dass jeder Einzelne nur „mit sich selber“ zu tun hat. Zum Spiel meinte der 56-Jährige nur: „Pullach war eine Nummer zu groß für uns.“

Ohnehin waren die Vorzeichen für den Ballclub eher schlecht. Jona Lehr meldete sich krank, und auch Janis Hoffmann musste passen. So stand Markus Rappel in der Startformation, sein Platz auf der Wechselbank konnte nur durch Zufall bestückt werden: Lukas Widmann, einst im Dunstkreis der Ersten Mannschaft und aktuell eigentlich in Frankreich, weilte auf Heimaturlaub. Also ab auf die Bank.

Widmann musste mit ansehen, wie die Raben aus dem Isartal schnell für klare Verhältnisse sorgten. Allerdings machte Leitl bei den ersten beiden Gegentreffern die Mitschuld des Unparteiischen geltend. „Klar Abseits“, versicherte der Coach beim 0:1. Der Strafstoß, der zum 0:2 führte, sei „fragwürdig“ gewesen. Leitl war bereits vor dem Anpfiff leicht gereizt. Während der Mannschaftsbesprechung gab es Misstöne zwischen ihm und Kevin Pradl. Der Torhüter war offenbar nicht ganz einverstanden mit den Anweisungen des Trainers bezüglich des Stellungsspiels bei Freistößen von der Seite. „Er muss kritikfähiger werden“, löste der Coach die Situation auf.

Dass seine Mannschaft während der gesamten 90 Minuten „nie ins Spiel gekommen“ sei, focht Leitl nicht an. Das Errechnen der eigenen Torchancen war simpel: „Gar keine.“ Von A bis Z habe man „nichts zusammengebracht“. Zu allem Überfluss musste nach 50 Minuten auch noch Enim Kaya mit Gelb-rot vom Platz. Der Trainer räumte zwar beim ersten Vergehen ein „dummes Foul im Mittelfeld“ ein, hätte sich aber in der entscheidenden Situation „mehr Fingerspitzengefühl“ des Referees gewünscht. Mit ganz einfacher Begründung: „Wir waren vorher eh schon unterlegen.“

Die einzig gute Nachricht an diesem Nachmittag war der Blick auf die Tabelle. Noch beträgt der Vorsprung auf die Relegationsplätze vier Zähler, denn der BCF kam mit den zwei jüngsten Niederlagen relativ ungeschoren davon. Ab jetzt aber gilt: Punkten dringend erwünscht. Die nächsten Gegner haben zwar nicht die Qualität des SV Pullach, leichter werden die Begegnungen gleichwohl nicht. or

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