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Rasen bei Regen: Drei Unfälle auf A95 - Paketzusteller schwer verletzt

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Von: Peter Borchers

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Blaulicht an einem Polizeiauto
Zu drei Unfällen wurde die Verkehrspolizei Weilheim am Montag gerufen (Symbolbild). © Carsten Rehder

Überhöhte Geschwindigkeit auf regennasser Fahrbahn wurde am Montagnachmittag drei Autofahrern auf der A95 zum Verhängnis.

Wolfratshausen – Ein Paketzusteller aus München erlitt schwere Verletzungen, die Verkehrspolizei (VPI) Weilheim spricht von insgesamt knapp 150.000 Euro Sachschaden.

Rasen bei Regen: Drei Unfälle auf A95 - Paketzusteller schwer verletzt

Zum ersten Mal krachte es gegen 16.40 Uhr bei Münsing. Ein 30-jähriger Paketzusteller aus München war mit seinem Iveco-Transporter auf der linken Spur in Richtung Norden unterwegs, als er die Kontrolle über sein Fahrzeug verlor, auf die rechte Spur schleuderte und dort heftig mit dem Nissan-Pick-up eines 46-jähriger Garmisch-Partenkircheners kollidierte. Beide Autos schlugen danach in die rechte Schutzplanke ein. Die Wucht des Aufpralls war so groß, dass fast alle Verankerungen herausgerissen wurden. „Es hätte nicht viel gefehlt, und beide Fahrzeuge wären durch die Schutzplanke gebrochen – mit dann verheerenden Folgen“, so die VPI. So wurden beide Fahrzeug zurück auf die Autobahn geschleudert, das Lieferfahrzeug kippte dabei auf die linke Seite.

Mann bleibt wie durch ein Wunder unverletzt

Die Feuerwehren Beuerberg, Seeshaupt und Penzberg – mit 36 Mann und 8 Fahrzeugen im Einsatz – befreiten den eingeklemmten Schwerverletzten. Ein Rettungswagen brachte ihn ins Unfallklinikum Murnau. Der Garmischer blieb wie durch ein Wunder unverletzt. Wegen des großen Trümmerfeldes musste die Fahrbahn zunächst für rund eine Stunde komplett gesperrt werden. Es bildete sich ein Stau bis zu 2,5 Kilometer Länge. Später wurde der Verkehr an den Unfallautos vorbeigeführt, und erst nach drei Stunden konnte die Fahrbahn mittels eines Geschwindigkeitstrichters freigegeben werden. Bei der Unfallaufnahme stellte sich heraus, dass beide Hinterreifen des Transporters kaum noch Profil aufwiesen. Dies gepaart mit nicht angepasster Geschwindigkeit sieht die VPI als Unfallursache. Der Sachschaden beläuft sich insgesamt auf circa 39.000 Euro.

Audi dreht sich um die eigene Achse

Fast zeitgleich ereignete sich weiter nördlich bei Starnberg ein Unfall. Verursacher war ein Geretsrieder. Der 53-Jährige war mit einem Audi A4 in südliche Richtung unterwegs – und dies für die Wetterverhältnisse wohl zu schnell. Der Audi drehte sich um die eigene Achse und schlug mit der linken Seite in die rechte Leitplanke ein. Der Fahrer blieb unverletzt. Der Schaden beläuft sich auf hier auf 20.000 Euro am Auto und auf rund 1600 Euro an den Schutzplanken.

Starnberger verliert Kontrolle über Porsche

Nochmals schepperte es gegen 20 Uhr. Ein 60-jähriger Starnberger, unterwegs in Richtung München, verlor die Kontrolle über seinen Porsche 911 Carrera. Der Sportwagen schleuderte zuerst in die linke Schutzplanke, von dort in die rechte und dann zurück gegen die linke Planke. Der 60-Jährige blieb unverletzt. Enorm ist jedoch der finanzielle Schaden: Am Porsche liegt er etwa bei 80.000 Euro. Die Reparatur von rund 50 Meter Leitplanke dürfte 7000 Euro kosten. Die Münsinger Feuerwehr war mit 21 Mann und drei Fahrzeugen vor Ort und sperrte die linke Spur für 1,5 Stunden.  

peb

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