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Wer es bisher nicht getan hat, sollte es schnell nachholen: Das Montieren von Rauchmeldern ist Pflicht. 

Wir haben bei den Feuerwehren nachgefragt

Rauchmelder sind Pflicht: Lästig oder lebensrettend?

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In jeder Wohnung müssen seit Beginn dieses Jahres Rauchmelder montiert sein. Ob sich jeder daran hält, lässt sich schwer überprüfen. Die Feuerwehren hoffen aber darauf - die Geräte können Leben retten.

Bad Tölz-Wolfratshausen – Der einzige Fehlalarm eines Rauchmelders, zu dem die Freiwillige Feuerwehr Königsdorf im vergangenen Jahr ausrücken musste, war im eigenen Vereinsheim. Warum das Gerät anschlug, ist bis heute unklar. „Wahrscheinlich Dampf oder Staub“, sagt Kommandant Johann Vogl. Obwohl er die Tücken der Rauchmelderpflicht bereits am eigenen Leib zu spüren bekam, ist er sehr froh um die gesetzliche Regelung. Seit dem 1.  Januar müssen auch Altbauten mit den Geräten ausgestattet sein. Bis dahin waren sie nur in Neubauten verpflichtend.

„Ein Rauchmelder rettet und schützt Leben“, bringt es Andreas Spohn, Kommandant der Wolfratshauser Feuerwehr auf den Punkt. Er stehe zu tausend Prozent dahinter, sagt er. „Es ist schnell passiert, dass man ein Plastikbrettl auf dem Herd vergisst und ins Nebenzimmer geht oder einschläft“, erklärt Spohn.

Einen ähnlichen Vorfall gab es vor zwei Jahren in Geretsried: Eine 70-Jährige hatte einen Topf Sauerkraut auf den Herd gestellt und war dann auf der Couch eingeschlafen. Als das Essen verbrannte, schlug der Rauchmelder an. Den Pfeifton wiederum hörten ihre Nachbarn und retteten der Seniorin das Leben. Die beiden Männer wurden kürzlich mit der Christophorus-Medaille ausgezeichnet.

„Die Leute werden früher gewarnt, wenn etwas passiert“, sagt Norbert Völk, Kommandant der Feuerwehr in Eurasburg. Aus diesem Grund seien Rauchmelder sehr sinnvoll. „Hinsichtlich der Zahl der Brandtoten in Deutschland werden wir dadurch sicher weit runterkommen“, hofft auch sein Kollege Johann Vogl.

Ob wirklich in jedem Schlafzimmer, Wohnraum und Flur ein Rauchmelder hängt, wird nicht überprüft. Aber, so sagt Spohn: „Die, die ich so kenne, haben welche.“ Er könnte sich trotzdem vorstellen, dass noch manche sagen: „Brauch’ ich nicht. Ist ja die letzten 30 Jahre auch gut gegangen.“ Wenn dem so wäre, könnte Spohn es aber nicht verstehen. Bei einer Dreizimmerwohnung müsste man vielleicht 150 Euro in die Hand nehmen. „Da muss man sich überlegen, wie viel einem sein Leben wert ist.“

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Für die Bereitstellung der Rauchmelder sind die Wohnungseigentümer zuständig. Viele Hausverwaltungen haben die Montage zentral organisiert. „Die Kostenfrage hat vereinzelt zu Diskussionen geführt, aber das Verständnis war dann schon da“, berichtet Christina Boothe vom gleichnamigen Immobilien-Service in Wolfratshausen. Bei den über 1500 Einheiten, die sie verwaltet, sei ein ganz schönes Päckchen verbaut worden. Aber „es rentiert sich, wenn nur ein Menschenleben gerettet wird“, sagt Boothe.

Im Gegensatz zu früher halten die neuen Rauchmelder etwa zehn Jahre, erklärt Kommandant Spohn. Damit sie aber immer sicher einsatzbereit sind, muss man sie regelmäßig testen. „Und auch mal aussaugen“, rät Johann Vogl – damit es nicht zu einem Fehlalarm kommt wie im Königsdorfer Vereinsheim. Übrigens: Beim Fehlalarm wird der Anrufer nicht zur Kasse gebeten. „Wenn es einmalig vorkommt, muss man nichts zahlen“, versichert Spohn. Ohnehin sei das „sehr, sehr selten“.

sw

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