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Den Verlust eines Handys hat ein Wolfratshauser ausgenutzt. Er forderte 100 Euro, sonst würde er das Gerät vernichten.

Verurteilung statt Finderlohn

Rentner (66) erpresst Geld nach Handy-Fund

Wolfratshausen/Germering – Ein 66-jähriger Wolfratshauser hat eine Frau aus Germering erpresst, die ihr Smartphone beim Einkaufen verloren hatte. Deshalb landete er vor Gericht.

Statt das Telefon zurückzugeben, versuchte der Mann, die Frau im Mai vergangenen Jahres zu erpressen. Deshalb musste er sich nun vor dem Amtsgericht in Fürstenfeldbruck verantworten.

Der Wolfratshauser versuchte mit Unterstützung einer 26-jährigen Münchnerin und deren Lebensgefährte, aus dem Fund Profit zu schlagen. Zunächst forderte der Mann von der Germeringerin 300 Euro, dann 150 Euro. Letztlich einigte er sich mit ihr auf 100 Euro für die Rückgabe des Handys. Andernfalls, so drohte er ihr, würde er das Smartphone vernichten. Statt das Geld zu erhalten, wurden dem Wolfratshauser aber Handschellen angelegt: Die erpresste Frau hatte die Polizei informiert – bei der fingierten Geldübergabe wurde er festgenommen.

Während das Handy verschwunden war, hatte die Germeringerin genau verfolgen können, wohin ihr Handy unterwegs war. Mithilfe ihres Tablets konnte sie zu Hause nämlich das Gerät orten. Der Finder war demnach zuerst zu einem Elektromarkt in Neuaubing unterwegs und danach nach Puchheim. Die Frau versuchte immer wieder, das Gerät anzurufen – doch niemand nahm ab. Daher hinterließ sie eine Festnetznummer und machte sich auf den Weg zur Polizei. Dort schlug eine erneute Ortung aber fehl, weil das Gerät abgeschaltet worden war. Der Grund: Der Lebensgefährte der Erpresserin hatte die SIM-Karte aus dem Telefon genommen, sagte der Wolfratshauser nach der Festnahme bei der Polizei aus. Vor Gericht erinnerte er sich daran aber nicht mehr. Der Lebensgefährte konnte keine Auskunft geben – er war zur Verhandlung nicht erschienen.

Dafür räumten die beiden Angeklagten die Erpressung ein. Der 66-jährige Wolfratshauser sagte, er bereue die Tat und wolle sich aus ganzem Herzen entschuldigen. Vor einer Strafe bewahrte ihn das nicht: Wegen gemeinschaftlicher Erpressung muss der Rentner eine Geldstrafe von 2800 Euro (70 Tagessätze zu je 40 Euro) bezahlen. Die Münchnerin, eine arbeitslose Verkäuferin, muss 1750 Euro bezahlen. Ihr Lebensgefährte erhielt einen Strafbefehl über 2400 Euro.

sus

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