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Rettungseinsatz Hand in Hand: (v. li.) Silvia Backhaus, zuständige Revierleiterin der Bayerischen Staatsforsten für das Revier Isartal, Holger Beigel und Fabienne Schenker (beide Rettungsassistenten beim BRK-Rettungsdienst) sowie Fabiana Schenker (Auszubildende zur Notfallsanitäterin beim BRK-Rettungsdienst).

Unangekündigte Übung in Wolfratshausen

Rettungskette funktioniert reibungslos

Wolfratshausen - Im Wald sollte die Rettung genauso reibungslos funktionieren wie überall sonst - allen Schwierigkeiten zum Trotz. In Wolfratshausen ist das der Fall. Das ist das erfreuliche Ergebnis einer unangekündigten Übung von Staatsforsten und BRK. 

Wenn es im Wald zu einem Unfall kommt, kann schnelle Hilfe überlebenswichtig sein. Aber: Bei einem solchen Unfall stehen die Betroffenen häufig vor einem Problem. Zum einen wissen viele Wanderer und Fahrradfahrer nur ungefähr, wo sie sich gerade befinden. Zum anderen lässt sich deshalb der Unfallort den Einsatzkräften in der Integrierten Leitstelle oft nur schwer beschreiben. „Das wurde mit der ,Rettungskette Forst‘ geändert und so kostbare Zeit für die Rettung von Menschen gewonnen“, berichtet Petra Gössl-Kubin, Sprecherin des Kreisverbands des Bayerischen Roten Kreuzes (BRK). Bis Anfang 2014 wurden bayernweit rund 12 000 Treffpunkte in den Wäldern aufgebaut. Durchschnittlich soll alle 2,5 Kilometer ein Rettungstreffpunkt zu finden sein. Gössl-Kubin: „An den Treffpunkten ist ein nummeriertes Schild angebracht, das die genaue Lage angibt. Dank dieser Info kann im Unglücksfall ein Hilfesuchender über den Notruf schnellstmögliche und zielgenaue Hilfe organisieren.“

Simuliert wurde, dass ein Radfahrer gestürzt war

Die Bayerischen Staatsforsten führten kürzlich in Zusammenarbeit mit dem BRK- Rettungsdienst im Kreis im Bereich der Stadt Wolfratshausen eine unangekündigte Übung durch, um die Rettungskette zu überprüfen. Der simulierte Ernstfall: ein gestürzter, bewusstloser Fahrradfahrer. „Das Absetzen des Notrufs in der Integrierten Leitstelle Oberland inklusive der Übermittlung des Rettungstreffpunktes funktionierte einwandfrei“, berichtet BRK-Sprecherin Gössl-Kubin. Die Integrierte Leitstelle alarmierte daraufhin den nächstgelegenen Rettungswagen der BRK-Rettungswache Wolfratshausen. Noch während der Alarmierung übermittelte die Integrierte Leitstelle den Einsatzort bereits auf das Navigationssystem des Rettungswagens. Dieser wurde direkt zum Rettungstreffpunkt navigiert. Die Helfer versorgten den verletzten Radler und brachten ihn anschließend in die Kreisklinik.

Die Übungen werden in Zukunft noch größer und komplexer

„Die Übung hat gezeigt, dass das System der Forstrettungspunkte sehr gut funktioniert“, bilanziert Gössl-Kubin. In Zukunft soll die Zusammenarbeit zwischen den Bayerischen Staatsforsten und dem BRK-Rettungsdienst im Landkreis nach ihren Worten weiter intensiviert werden. Geplant sind unter anderem größere und komplexere gemeinsame Übungen.  

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