Christine Haydn, Martina Kirmayr, Adriane Schua, Andreas Ross, Günter Eibl und  Bennet Kurz im Rewe-Markt in Wolfratshausen.
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Rewe-Markt mit einer Vielfalt von ausgezeichneten Produkten: Stellvertretende Marktleiterin Christine Haydn, Martina Kirmayr (Mitglied Solidargemeinschaft Oberland), Adriane Schua (Vorsitzende), der Wirtschaftsförderer des Landkreises, Andreas Ross, Zweiter Bürgermeister Günter Eibl und der Abteilungsleiter für Obst und Gemüse, Bennet Kurz.

Solidargemeinschaft Oberland

Im Rewe-Markt: Aktion für bewussten Konsum - und die Lebensgrundlage des Oberlands

  • Sabine Hermsdorf-Hiss
    VonSabine Hermsdorf-Hiss
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Klimaschutz im Rewe Wolfratshausen: Die Solidargemeinschaft Oberland veranstaltet eine Aktionswoche. Regional, nachhaltig, ökologisch - solche Produkte stehen im Fokus.

Wolfratshausen – „Klimaschutz beginnt im Einkaufskorb“: Davon ist die Solidargemeinschaft Oberland überzeugt – und hat deshalb erneut eine Kampagne im Rewe-Markt ins Leben gerufen, um das Bewusstsein der Verbraucher zu sensibilisieren. Mit den FAIRbraucher-Aktionswochen soll aufgeklärt und so neue Denkanstöße gegeben werden. Denn: Bewusster Konsum hilft nicht nur der Region.

Im Rewe-Markt: Aktion für bewussten Konsum - und die Lebensgrundlage der Region Wolfratshausen

Seit der Eröffnung des Rewe-Marktes in Wolfratshausen 2008 finden sich Produkte der Solidargemeinschaft in den Regalen. „Unser Ziel ist es, die Lebensgrundlagen von Menschen, Tieren und Pflanzen der Region zu erhalten“, erklärt Adriane Schua bei einem Pressetermin. Streuobstwiesen beispielsweise müssten erhalten und gepflegt werden, sagt die Vorsitzende der Solidargemeinschaft mit Blick auf eine Flasche Apfelsaft aus eben diesem Obst. „Doch ohne Abnehmer der hierdurch entstandenen Produkte werden sie verschwinden.“

Genau hier will die Solidargemeinschaft ansetzen. Denn dass der Verbraucher durchaus Interesse an regionalen Produkten hat, bestätigt Bennet Kurz, im Markt zuständig für die Obst- und Gemüseabteilung. „Uns erreichen immer wieder Anfragen – und wir versuchen darauf mit unserem Angebot zu reagieren.“ Doch der Weg des Umdenkens ist lang. Kurz verweist auf saisonale Angebote. „Dass es Spargel nur eine bestimmte Zeit lang gibt, kann man noch vermitteln. Aber warum sollte es im Frühjahr keine Auberginen geben?“

Fair, regional, ökologisch: Kunden können Angebote mitgestalten

Dem Verbraucher müsse bewusst werden, dass er selbst die Angebote mitgestalten und so seinen Beitrag zum Klimaschutz leisten kann. So könne beim Kauf von Milch der Marke „Unser Land“ das Trinkwasser geschützt werden. Schua: „Die Stadtwerke München fördern den Ökolandbau im Mangfalltal, dem größten Trinkwassergewinnungsgebiet des Unternehmens, bereits seit 1992. Unsere Biolandwirte achten hier darauf, dass das Trinkwasser sauber bleibt.“

Aber: „Man kann nur Bewusstsein schaffen, aber nicht vorschreiben“, gibt der Wirtschaftsförderer des Landkreises, Andreas Ross, zu Bedenken. Ebenfalls wichtig: Lebensmittel, für die es keine Verwendung mehr gibt, sollten nicht in den Abfall wandern. „Auf unserer Homepage www.unserland.info haben wir Rezepte zur weiteren Verwertung von altem Brot veröffentlicht“, rät Schua. „Von ,Armen Rittern‘ über Brotsalat mit Tomaten bis zu Brotknödeln.“

Nachhaltiges Einkaufen - im Internet gibt es ein Gewinnspiel dazu

Zudem hat gibt es auf der Homepage und auf den sozialen Kanälen ein Gewinnspiel, bei dem man nachhaltige Kühltaschen aus Schurwolle gewinnen kann, um seine Einkäufe nach Hause zu tragen. Um FAIRbraucher auszuzeichnen, verteilt die Solidargemeinschaft auch recycelte Stoffbeutel. Schua: „Darauf kann man stolz sein.“  sh

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