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Seit 45 Jahren beim BRK sind Gina Eich (2. v. li.) und Anna Stasch. Wolfgang Tutsch (Wolfratshauser BRK-Bereitschaftsleiter, re.) und BRK-Vize-Kreisverbandsvorsitzender Andrej Fedorenko ehrten sie für ihre Treue.

Mehr Einsätze als je zuvor

Rotes Kreuz knackt Einsatzrekord

Die Wolfratshauser Bereitschaft des BRKs musste im vergangenen Jahr öfter als je zuvor ausrücken. Ein Einsatz blieb besonders in Erinnerung.

Wolfratshausen – Heuer feiert die Bereitschaft des Bayerischen Roten Kreuzes (BRK) in Wolfratshausen ihr 120-jähriges Bestehen. Der Ortsverband scheint wichtiger denn je: 53 Einsätze und 7911 geleistete Stunden verzeichnete Bereitschaftsleiter Wolfgang Tutsch im vergangenen Jahr. Bei 93 Sanitätsdiensten wurden 266 Patienten versorgt, 27 davon mussten zur Weiterbehandlung in eine Klinik gebracht werden. Ein rekordverdächtiges Arbeitsvolumen, das die 83 ehrenamtlichen Helfer – davon 34 im aktiven Dienst – mit großem Engagement bewältigten.

„2017 war zwar arbeitsreich, von den Einsätzen aber eher Routine“, sagte Tutsch. In der Jahresversammlung im Lehrsaal am Moosbauerweg am Montagabend erinnerte er an die Bereitstellung von Helfern für Großveranstaltungen wie das Flussfestival, das Eglinger Loisachgaufest und den Bundeswehrflugtag am Fliegerhorst Penzing. Zudem gab es eine intensive Zusammenarbeit mit den benachbarten BRK-Bereitschaften, der Wasserwacht, der Bergwacht und dem THW.

Langjährige Mitglieder: Auch Gisela Reinmann (für zehn Jahre, v. li.) und Wolfgang Souschek (für 40 Jahre) bekamen Urkunden von Andrej Fedorenko und Wolfgang Tutsch überreicht.

Besonders im Gedächtnis blieb Tutsch die Versorgung eines Patienten, der sich bei einer Lagerfeuerverpuffung schwerste Brandverletzungen zugezogen hatte und nach der Erstversorgung mit dem Hubschrauber ins Murnauer Unfallklinikum geflogen werden musste. „Er ließ sich danach vollkommen einbandagiert von seiner Familie im Brandverletztenbett fotografieren und schickte uns via WhatsApp seinen herzlichen Dank“, berichtete Tutsch. „Mittlerweile ist unser ehemaliger Notfallpatient schon wieder beim Skifahren.“

Aus derart gelungenen Einsätzen ziehe die BRK-Bereitschaft ihre Motivation weiterzumachen. Möglich sei dies jedoch nur, wenn die nötige Ausbildung gewährleistet werde. Auf Sanitätskurse, Fachdienstausbildungen und Fortbildungen wird laut Tutsch viel Wert gelegt. Dank der Unterstützung des von Ines Boodevaar geleiteten Fördervereins, der der BRK-Bereitschaft in den vergangenen 16 Jahren rund 105 000 Euro zukommen ließ, kann das notwendige technische Equipment beschafft werden.

BRK-Kreisverbandsvorsitzender und Landrat Josef Niedermaier dankte den fleißigen Helfern persönlich. „Ich wünsche mir, dass eure Motivation für Einsätze auch in Zukunft nicht nachlässt“, sagte er. Bereitschaftsleiter Tutsch ließ daran keinen Zweifel: „Es gibt auch 2018 wieder viel zu tun. Packen wir’s engagiert an“, appellierte er an die Mitglieder.

Peter Herrmann

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